PepsiCo Aktie: Sparprogramm-Schock in Maryland!

Schwache Snacknachfrage und höhere Kosten belasten PepsiCo; zwei Banken senkten ihre Bewertungen und Kursziele.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan stuft PepsiCo auf Neutral herab
  • Deutsche Bank senkt Votum auf Hold
  • Abfüllanlage in Maryland wird geschlossen
  • 143 Stellen fallen am Standort Cheverly weg

Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie von PepsiCo ein Minus von 8,8 %. Aktuell notiert der Titel bei 111,76 Euro und damit nur 0,6 % über seinem 52-Wochen-Tief. Der Druck auf den US-Konzern nimmt spürbar zu, während die Zweifel an einer zügigen Trendwende im Heimatmarkt wachsen.

Im Zentrum der Skepsis steht die schleppende Nachfrage nach salzigen Snacks in Nordamerika. Frühere Preissenkungen konnten die Absatzmengen nicht wie erhofft beleben. Gleichzeitig belasten höhere Kosten für Produktion und Logistik die Ertragskraft. Dem Konzern droht ein Balanceakt zwischen notwendigen Margenanpassungen und der Abwanderung preissensibler Kunden zu günstigeren Alternativen.

Analysten kappen die Kursziele

Am Dienstag stufte JPMorgan die Aktie von Overweight auf Neutral ab und kappte das Kursziel von $170 auf $138. Die Analysten verwiesen auf die stockende Erholung im nordamerikanischen Geschäft und anhaltende Kostensteigerungen. Um das untere Ende der Gewinnwachstumsspanne von 5 % bis 7 % zu erreichen, benötigt PepsiCo im vierten Quartal 2026 wohl stärkere Kosteneinsparungen.

Die Zurückhaltung der US-Bank spiegelt eine breite Skepsis an den Finanzmärkten wider. Mehrere Analysehäuser nahmen in dieser Woche ihre Prognosen zurück. Die Hoffnung auf eine rasche Konsumbelebung weicht der Einsicht, dass interne Sparprogramme kurzfristig der wichtigste Hebel bleiben.

Bereits am Montag senkte die Deutsche Bank ihr Votum von Buy auf Hold und reduzierte das Kursziel von $155 auf $138. Analyst Steve Powers begründete dies mit durchwachsenen und nur kurzlebigen Effekten der bisherigen Gegenmaßnahmen im US-Markt. Weitere Marktbeobachter passten ihre Kursmarken in eine Spanne von bis zu $133 an.

Sparprogramm und operative Einschnitte

Dass der Spardruck operative Konsequenzen hat, zeigte sich bereits Mitte September. Am Standort Cheverly in Maryland beendet PepsiCo den Betrieb einer Abfüllanlage, was zum Abbau von 143 Arbeitsplätzen führt. Als Begründung nannte das Unternehmen Veränderungen bei der Konsumnachfrage sowie Anpassungen im Vertriebsnetz.

Vor gut einer Woche wurden zudem Pläne für selektive Preiserhöhungen bei einzelnen Knabberartikeln und Erfrischungsgetränken bekannt. Auf Führungsebene soll Joaquin Duato, Chairman und CEO von Johnson & Johnson, ab dem 1. Dezember 2026 den Verwaltungsrat sowie den Prüfungsausschuss als unabhängiges Mitglied verstärken.

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