Perpetua Resources Aktie: Vanguard und JPMorgan kaufen nach

Großinvestoren wie Vanguard und JPMorgan stocken bei Perpetua Resources auf, während Empyrean Capital Anteile reduziert. Analysten sehen Kurspotenzial von rund 60 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert trotz Jahresplus von 77 Prozent
  • Empyrean Capital reduziert Anteile um 32 Prozent
  • Vanguard und JPMorgan bauen Positionen aus
  • Stibnite-Projekt als strategischer Trumpf

Die Aktie von Perpetua Resources verliert am Freitag 1,41 Prozent auf 21,05 Euro. Damit notiert der Wert des Gold-, Silber- und Antimon-Entwicklers deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten – 10,85 Prozent unter der 50-Tage-Linie und knapp 8 Prozent unter der 200-Tage-Marke. Seit dem 52-Wochen-Hoch im März bei 32,10 Euro verlor die Aktie ein Drittel an Wert.

Doch die Bewegung der vergangenen Wochen erzählt nicht die ganze Geschichte. Über zwölf Monate gerechnet steht immer noch ein Plus von 76,89 Prozent. Und im Hintergrund sortieren sich große Investoren neu.

Neuer Wind im Aktionariat

Empyrean Capital Partners hat seinen Anteil im vierten Quartal um 32,2 Prozent reduziert. Der Hedgefonds verkaufte 489.100 Aktien, hält aber weiterhin über eine Million Papiere. Andere Schwergewichte gehen den umgekehrten Weg. Vanguard und JPMorgan haben ihre Positionen zuletzt aufgestockt. Der Anteil institutioneller Investoren liegt Schätzungen zufolge bei rund 70 Prozent. Ein klares Signal: Die Großanleger sehen Potenzial, auch wenn einzelne Akteure Kasse machen.

Die Analysten bleiben zuversichtlich. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,42 Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von rund 60 Prozent zum aktuellen Niveau. Der Konsens lautet „Moderate Buy“.

Das Stibnite-Projekt als Trumpf

Der Kern der Geschichte liegt in Idaho. Perpetua entwickelt dort das Stibnite Gold Project – eines der vielversprechendsten Minenprojekte für kritisches Antimon in den USA. Antimon wird unter anderem für Batterien und Flammschutzmittel gebraucht. Die strategische Bedeutung dürfte auch daher rühren, dass das Unternehmen mit einer EXIM-Bank-Finanzierung rechnet.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Perpetua befindet sich in der Entwicklungsphase. Das Unternehmen schreibt rote Zahlen: Zuletzt stand ein Nettoverlust von gut 100 Millionen Dollar in den Büchern. Umsätze generiert der Minenentwickler noch keine.

Ausblick mit Risiken

Perpetua Resources ist kein Fall für kurzfristige Zocker. Die Aktie schwankt stark – die annualisierte Volatilität liegt bei 79 Prozent. Der RSI von 45,5 zeigt eine neutrale Tendenz. Wer hier einsteigt, wettet auf die Fertigstellung von Stibnite in den kommenden Jahren.

Die institutionellen Zuflüsse von Vanguard und JPMorgan sprechen für Vertrauen in das Projekt. Der Ausstieg von Empyrean Capital könnte dagegen auf eine taktische Umschichtung hindeuten – nicht unbedingt auf Zweifel an der Mine. Am Ende entscheidet der Baufortschritt in Idaho.

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