Petrobras: 75% in Block 3 São Tomé
Der brasilianische Staatskonzern Petrobras erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an einem Offshore-Block vor São Tomé und Príncipe und setzt seine Afrika-Strategie um. Die Aktie zeigt sich bereits stark.

- Übernahme von 75 Prozent an Block 3 vor Westafrika
- Investitionsplan von 109 Milliarden Dollar bis 2030
- Aktienkurs legt seit Jahresbeginn 56 Prozent zu
- Gewinnprognose für kommende Jahre gesenkt
Während viele Ölkonzerne ihr internationales Engagement zurückfahren, geht Petrobras den umgekehrten Weg. Der brasilianische Staatskonzern übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung an Block 3 vor der Küste São Tomé und Príncipes — und setzt damit seine Afrika-Strategie konsequent fort.
Neues Offshore-Projekt in Westafrika
Am 21. April 2026 unterzeichnete Petrobras einen Vertrag mit Oranto Petroleum. Der Konzern erwirbt 75 Prozent an Block 3 und übernimmt die Operatorship. Nach Abschluss hält Oranto noch 15 Prozent, die staatliche Erdölbehörde ANP-STP 10 Prozent. Das Konsortium steht, sobald Behörden und Regulatoren grünes Licht geben.
Block 3 liegt in einer Region mit geologischen Ähnlichkeiten zu benachbarten, bereits produzierenden Becken. Petrobras ist in São Tomé und Príncipe kein Neuling — der Konzern hält bereits Anteile an vier weiteren Blöcken. Die Afrika-Strategie hatte Petrobras 2024 neu aufgelegt.
Milliardenprogramm im Hintergrund
Der Schritt passt in den Geschäftsplan 2026–2030. Petrobras plant in diesem Zeitraum Gesamtinvestitionen von 109 Milliarden US-Dollar. Mehr als 78 Milliarden davon fließen in Exploration und Förderung — vor allem in Tiefseefelder. Das Produktionsziel: 2,7 Millionen Barrel Öl pro Tag bis 2028.
Parallel dazu sicherte sich der Subsea-Dienstleister Subsea 7 einen Großauftrag von Petrobras. Der Vertrag für das Sépia-2-Feld hat einen Wert von über 1,25 Milliarden Dollar. Offshore-Arbeiten starten 2029.
Die Aktie spiegelt die operative Dynamik wider. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um rund 56 Prozent zu und notiert mit 7,79 Euro nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 8,11 Euro.
Günstige Bewertung, aber Gegenwind bei Gewinnen
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 6,5 — für einen integrierten Ölmajor ausgesprochen niedrig. Analysten rechnen allerdings damit, dass der Gewinn in den nächsten drei Jahren im Schnitt um rund 5 Prozent jährlich sinkt. Hintergrund sind schwankende Ölpreise und die hohen Investitionsausgaben.
Das Wachstum in São Tomé und Príncipe ist damit kein kurzfristiger Kurstreiber. Es ist ein Baustein einer Reservestrategie, deren Früchte erst in einigen Jahren sichtbar werden.
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