Petrobras Aktie: 37 Milliarden Reais für São Paulo bis 2030
Petrobras treibt mit 37 Milliarden Reais den Ausbau in São Paulo voran und meldet zugleich eine Rekordförderung im ersten Quartal 2026.

- 37 Milliarden Reais für Raffinerie und Hafen
- Rekord bei eigener Ölförderung erreicht
- Gemischt ausfallende Quartalsergebnisse
- Fokus auf Dividende und Investitionsprogramm
Petrobras setzt in Brasilien auf Ausbau statt Zurückhaltung. Der Ölkonzern koppelt Rekordförderung mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm für São Paulo und richtet den Blick damit klar auf die nächste Wachstumsphase.
Die Rechnung ist einfach: mehr Kapazität, mehr Verarbeitung, mehr Wertschöpfung im Land. Für den Markt ist das ein doppeltes Signal. Operativ läuft es stark, finanziell bleibt das Bild gemischt.
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Milliarden für Raffinerien und Infrastruktur
Bis 2030 will Petrobras 37 Milliarden Reais im Bundesstaat São Paulo investieren. Der größte Posten entfällt auf die Raffinerie Paulínia, auch REPLAN genannt. Dafür sind 17 Milliarden Reais vorgesehen.
Die Anlage soll ihre Dieselkapazität um 5 Prozent erhöhen. Zugleich plant Petrobras dort nachhaltigen Flugkraftstoff über Co-Processing und Alkohol-zu-Jet-Technologien einzubinden. Das passt zur Strategie, das klassische Ölgeschäft enger mit der Energiewende zu verzahnen.
Auch außerhalb der Raffinerie läuft der Ausbau. Für eine 20-Megawatt-Solaranlage sind 100 Millionen Reais vorgesehen. Hinzu kommen 3,3 Milliarden Reais für den Hafen von Santos. Dort will der Konzern die Produktion und den Umschlag von Schiffskraftstoff mit höherem Anteil erneuerbarer Bestandteile erleichtern.
Produktion auf Rekordkurs
Operativ startet Petrobras stark ins Jahr. Im ersten Quartal 2026 erreichte die eigene Förderung mit 3,23 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag einen Rekord. Das entsprach einem Plus von 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Treiber waren neue Förderquellen in den Becken Campos und Santos. Auch die Plattform P-79 trug dazu bei. Sie ging am 1. Mai drei Monate früher als geplant in Betrieb. Die Auslastung der Raffinerien lag im Quartal bei 95 Prozent und kletterte im März auf 97,4 Prozent. Das war der höchste Stand seit 2014.
Starke Produktion, gemischter Gewinn
Unter dem Strich fiel das Zahlenwerk dennoch nicht in allen Punkten überzeugend aus. Petrobras meldete für das erste Quartal 2026 einen bereinigten Nettogewinn von 4,5 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 11,7 Milliarden Reais.
Damit bleibt der Konzern zwar der zweitprofitabelste Ölkonzern der Welt hinter Saudi Aramco. Trotzdem blieben die Ergebnisse hinter einigen Markterwartungen zurück. Niedrigere Erlöse und das Marktumfeld drückten auf die Bilanz.
Die Aktie spiegelt dieses Bild wider. Die ADRs schlossen am Freitag bei 19,93 Dollar. Die in Brasilien gehandelten Papiere gingen am 16. Mai bei 45,47 Reais aus dem Handel. Zusätzlich rückt eine Dividendenzahlung von 0,32960457 Reais je Aktie am 20. Mai in den Fokus.
Der Markt dürfte nun vor allem verfolgen, ob Petrobras die hohe Produktion mit der gewaltigen Investitionsoffensive verbinden kann, ohne die Rendite aus dem Blick zu verlieren. Das 109-Milliarden-Dollar-Programm für 2026 bis 2030 gibt dafür den Rahmen vor.
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