Petrobras Aktie: Ölpreise drücken weiter?
Der Konzern investiert rund 800 Millionen R$ in die Repar-Raffinerie; staatliche Programme brachten insgesamt rund 13,3 Milliarden R$ ein.

- Aktie verlor gestern 2,5 Prozent
- 52-Wochen-Hoch bei 9,31 Euro
- Wartungsarbeiten in Araucária gestartet
- Förderprogramme summieren sich auf 13,3 Milliarden R$
Die Aktie von Petrobras verzeichnete gestern einen Rückgang von 2,5 Prozent und schloss bei 8,96 Euro. Der brasilianische Ölkonzern bewegte sich dabei in einem von sinkenden internationalen Ölpreisen geprägten Branchenumfeld.
Medienberichten zufolge standen brasilianische Branchenwerte unter Druck, nachdem Sorgen vor Lieferengpässen nachließen, da die Rohölexporte aus dem Nahen Osten stabil blieben. Laut Reuters verbilligte sich Rohöl der Sorte Brent am Mittwoch um 1,30 Prozent.
Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert das Papier weiterhin in der Nähe seiner Höchststände. Erst am Montag, dem 5. Oktober, hatte die Aktie ihr 52-Wochen-Hoch bei 9,31 Euro markiert.
Investitionen in die Raffineriekapazitäten
Auf operativer Ebene treibt Petrobras die Instandhaltung seiner nachgelagerten Anlagen voran. Am Montag leitete der Konzern einen planmäßigen Wartungsstillstand in der Repar-Raffinerie in Araucária im Bundesstaat Paraná ein. Für die notwendigen Maßnahmen und Modernisierungen an dem Standort wendet das Unternehmen rund 800 Millionen R$ auf.
Solche turnusmäßigen Revisionen sind für Petrobras wesentlich, um die Betriebssicherheit sowie die Auslastung der Verarbeitungskapazitäten im heimischen Markt aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen stellt damit sicher, dass die inländischen Raffinerien auch künftig stabil zur Versorgung mit Treibstoffen beitragen können.
Zuflüsse aus Subventionsprogrammen
Parallel dazu stärken staatliche Mittelzuflüsse die Liquidität des Energiekonzerns. Am 30. September meldete Petrobras den Erhalt weiterer Tranchen im Rahmen staatlicher Kraftstoffausgleichsprogramme. Demnach flossen dem Konzern 423,7 Millionen R$ für Benzinverkäufe sowie 601,5 Millionen R$ für Dieselverkäufe zu.
Mit diesen jüngsten Zahlungseingängen summierten sich die Gesamterlöse aus den Förderprogrammen für Diesel, Benzin und Flüssiggas auf rund 13,3 Milliarden R$. Diese Mittel kompensieren frühere Belastungen aus Preisregulierungen und stabilisieren die finanzielle Basis für die umfangreichen Investitionsvorhaben des Konzerns in Exploration und Weiterverarbeitung.
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