Petrobras Aktie: P-87 mit 120.000 Barrel

Petrobras baut mit neuen Plattformen die Öl- und Gasförderung im Atlantik aus. Analysten sehen trotz geopolitischer Risiken Potenzial.

Die Kernpunkte:
  • Bau zweier Förderplattformen vereinbart
  • Ziel: Milliarden Barrel Öläquivalent
  • Effizienzsteigerung durch Kühlsystem
  • Aktie trotz Rücksetzer im Plus

Petrobras treibt seine Expansion im Atlantik massiv voran. Während die globalen Ölmärkte zwischen Überangebot und geopolitischen Krisen schwanken, sichert sich der brasilianische Gigant neue Förderkapazitäten. Ein strategisches Abkommen soll das enorme Potenzial vor der eigenen Küste heben.

Neue Plattformen für das Sergipe-Becken

Der Konzern hat Ende Mai einen Vertrag mit SBM Offshore unterzeichnet. Der Dienstleister übernimmt den Bau und den Betrieb von zwei schwimmenden Förderplattformen für das Sergipe-Projekt. SBM wird diese Einheiten zunächst über einen Zeitraum von sechs Jahren betreiben.

Allein die Plattform P-87 ist auf eine Kapazität von 120.000 Barrel Öl pro Tag ausgelegt. Zusätzlich kann die Anlage täglich rund 425 Millionen Kubikfuß Gas verarbeiten. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

Das Ziel: Reserven von insgesamt einer Milliarde Barrel Öläquivalent. Indes arbeitet das Management an der Effizienz der Flotte. Gemeinsam mit Shell wurde ein Kühlsystem erfolgreich getestet, das Wasser aus 700 Metern Tiefe nutzt.

Effizienz im Fokus und volatiler Ölmarkt

Das Verfahren senkt den Treibstoffverbrauch und reduziert die Emissionen der Plattformen. Solche technischen Fortschritte gewinnen an Bedeutung, da der Kostendruck im Sektor steigt. Parallel dazu beeinflusst die geopolitische Lage im Nahen Osten die Rohölpreise.

Die Analysten von Fitch erwarten für 2026 einen durchschnittlichen Brent-Preis von 87 US-Dollar. Im Herbst könnte der Markt allerdings in ein Überangebot rutschen. Diese Prognose dämpfte zuletzt die Stimmung der Marktteilnehmer.

Am Freitag gab die Aktie um 1,70 Prozent auf 7,00 Euro nach. Trotz dieses Rücksetzers bleibt die Bilanz für das laufende Jahr beeindruckend. Seit Januar kletterte der Kurs um rund 40 Prozent.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 41,2 deutet nun auf eine Konsolidierung hin. Wichtig bleibt die Unterstützung beim 200-Tage-Durchschnitt von 6,08 Euro.

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