Petrobras Aktie: Pakt mit Pemex
Petrobras und Pemex planen eine strategische Partnerschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Aktie fällt trotz der Expansionspläne deutlich.

- Kooperation von Förderung bis Raffinerie
- Petrobras sucht neue Ölvorkommen
- Pemex erhofft sich technische Hilfe
- Aktie verliert trotz Allianz an Wert
Petrobras und der mexikanische Staatskonzern Pemex rücken enger zusammen. Die beiden Schwergewichte Lateinamerikas planen eine weitreichende Kooperation. Das Ziel: gemeinsame Projekte von der Förderung bis zur Raffinerie.
Die Zusammenarbeit soll die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Die Partner planen Vereinbarungen zur Rohölförderung und Petrochemie. Pemex-Chef Juan Carlos Carpio reist demnächst nach Brasilien. Dort wollen die Beteiligten konkrete Details der Allianz besprechen. Erste Absichtserklärungen befinden sich bereits in der Vorbereitung.
Strategische Allianz für neue Reserven
Petrobras sucht händeringend nach neuen Vorkommen außerhalb Brasiliens. Der Konzern will seine Reserven langfristig sichern. Hier kommt die Expertise in der Tiefseeförderung ins Spiel. Pemex wiederum braucht Hilfe. Das mexikanische Unternehmen kämpft mit sinkenden Förderraten und hohen Schulden.
Die Regierungen in Brasilia und Mexiko-Stadt stützen das Vorhaben. Brasiliens Präsident Lula da Silva und seine mexikanische Amtskollegin Claudia Sheinbaum berieten bereits per Videoschalte. Sie wollen die Energieintegration in der Region vorantreiben. Technologischer Austausch und effizientere Abläufe stehen im Fokus. Eine engere Bindung der beiden größten Staatskonzerne Lateinamerikas gilt als politisch gewollt.
Kursrutsch trotz Expansionsplänen
An der Börse lösten die Nachrichten bisher keine Euphorie aus. Die Petrobras-Aktie verlor am Montag 6,83 Prozent und schloss bei 6,52 Euro. Damit weitete sich das Minus der letzten 30 Tage auf fast 16 Prozent aus.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 31,8 eine überverkaufte Lage. Marktbeobachter werten dies oft als technisches Signal für eine mögliche Gegenbewegung. Das Papier notiert nun rund 20 Prozent unter seinem Jahreshoch von 8,18 Euro.
Trotzdem liegt die Aktie seit Jahresbeginn noch rund 31 Prozent im Plus. Anleger blicken nun auf den Besuch der Pemex-Delegation in Brasilien. Neue Details zu den geplanten Investitionen könnten den Kurs stabilisieren.
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