Pfeiffer Vacuum mit erfolgreichem Geschäft, Übernahmeofferte wird abgelehnt

Der Spezialpumpenhersteller Pfeiffer Vacuum vermeldet dank starker Auftragseingänge gute Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr. Die Übernahmeofferte der Busch-Gruppe wird als unangemessen abgelehnt.

Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 von Pfeiffer Vacuum sehen gut aus. Der Umsatz lag mit 474,2 Mio. Euro 5 % höher aus noch im Vorjahr. Damit beendet der TecDAX-Konzern eines seiner erfolgreichsten Geschäftsjahre und übertrifft die avisierte Prognose von 470 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis stieg um 12 % auf 68 Mio. Euro und damit lag die operative Marge für das Jahr 2016 bei 14,3 %.

Starke Auftragseingänge pushen Pfeiffer Vaccum

"Starke Auftragseingänge am Jahresende haben 2016 von einem guten in ein sehr gutes Geschäftsjahr verwandelt. Mit dem Start in das Geschäftsjahr 2017 sind wir ebenfalls sehr zufrieden. Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend der vergangenen Monate zumindest in den ersten sechs Monaten 2017 fortsetzen wird," kommentierte Manfred Bender, Vorstandsvorsitzender von Pfeiffer Vacuum, die Zahlen.

Der Auftragseingang erhöhten sich im letzten Geschäftsjahr auf eine Summe von 481,9 Mio. Euro zu 456,9 Mio. im Jahr 2015. Die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, lag damit bei 1,02 und zum Jahresende konnte ein Auftragsbestand von 72,3 Mio. Euro in die Bücher geschrieben werden.

Akquisitionen stärken Bereich Service

Pfeiffer Vacuum setzt auch in Zukunft verstärkt auf den Wachstumsbereich Service. Hierfür hat der Konzern mit zwei Akquisitionen sein Angebot erweitert. Der Anteil an der Dreebit GmbH mit Sitz in Dresden beträgt nun 100 % und der zweite Kauf betrifft die ATC Inc. aus den USA. Durch die hohe Prozess- und Servicequalität wird Dreebit zu einem zentralen Bestandteil der zukünftigen Servicestrategie von Pfeiffer Vacuum und mit den Amerikanern baut man das Produktportfolio für Dichtheitsprüfungen konsequent weiter aus.

Übernahmeangebot von Busch abgelehnt

Die Übernahmeofferte des Rivalen Busch wird von Pfeiffer Vacuum als zu niedrig abgelehnt. Das Angebot enthalte keine marktübliche Kontrollprämie und spiegele auch nicht die von Busch unterstellten Wachstumsmöglichkeiten der Industrie wider, teilte der Maschinenbaukonzern mit. "Derzeit betrachtet der Vorstand das Angebot deshalb als unangemessen", hieß es vom Pfeiffer-Vorstand.

Busch bietet je Pfeiffer Vacuum-Aktie 96,20 Euro an. Mit dem Angebot, das einen Aufschlag von 12 % auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs enthält, wird Pfeiffer mit 949 Mio. Euro bewertet. Die Aktionäre haben seit Montag bis zum 13. März Zeit, ihre Papiere der Gruppe anzudienen. Busch hatte im Januar angekündigt, seinen Anteil an Pfeiffer ausbauen zu wollen, man strebe aber keine Komplettübernahme an.

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