Pfeiffer Vacuum: Von heißer Luft keine Spur

Pfeiffer Vacuum – Spezialist für Vakuumlösungen – bestätigte nunmehr die bereits vorab vorläufig gemeldeten Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr. Nachdem man einige Jahre mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hatte, drehte sich hier im abgelaufenen Geschäftsjahr das Blatt.

© Pfeiffer Vacuum Pressebild
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Dem Konzern gelang es, den Umsatz wieder deutlich um 11% auf 451,5 Mio. Euro zu steigern. Am besten liefen die Geschäfte dabei in Nord- und Südamerika mit einem Plus von 21,3%, gefolgt von Asien mit 16,3%. Innerhalb Europas gelang nur ein leichtes Plus von 2,1%.

Deutlich stärker als im Vorjahr entwickelte sich auch der Auftragseingang. Hier ging es von 404,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 456,9 Mio. Euro nach oben. Die Book-to-Bill Ration lag bei 1,01. Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 64,7 Mio. Euro nach 59,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Pfeiffer Vacuum schraubt an der Profitabilität

Beim Blick auf das EBIT wurde deutlich, dass es Pfeiffer Vacuum nachhaltig gelungen ist, die Profitabilität deutlich zu erhöhen. Mit einem EBIT von 60,8 Mio. Euro lag der Konzern 35,8% über dem des Vorjahres. Die EBIT-Marge kletterte auf 13,5%. Auch das Nettoergebnis stieg um 29,3% auf 41,9 Mio. Euro. Mit einer Eigenkapitalquote von 67,3% stehe Pfeiffer Vacuum finanziell auf einer soliden Basis.

Beim Ergebnis je Aktie verzeichnete Pfeiffer Vacuum einen Anstieg um 29,2% auf 4,25 Euro. Zugleich wollen Vorstand und Aufsichtsrat die Dividende kräftig erhöhen. Nach 2,65 Euro im Vorjahr soll diese auf 3,20 Euro je Aktie angehoben werden. Bei aktuellem Kurs entspräche dies einer Rendite von 3,44%.

Pläne für das laufende Jahr

Für das laufende Jahr steht ein deutlicher Anstieg der Umsätze auf dem Programm. Zugleich sollen auch das Betriebsergebnis und die entsprechende Marge deutlich verbessert gegenüber dem Vorjahr ausfallen.

Das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene GAP-Programm soll weiter vorangetrieben werden. Ziel dieses Programms ist die Optimierung von operativen Prozessen und die Schaffung von effizienteren Strukturen. Die wesentlichsten Punkte sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein, erste Erfolge spürte der Konzern jedoch bereits im letzten Jahr.

Zugleich will man die eigenen Kapazitäten ausweiten. Hierfür soll u. a. der Maschinenpark erweitert werden. Auch der Aus- und Aufbau von neuen Produktionsstandorten ist geplant. Für dieses Geschäftjahr wurden hierfür Mittel von 6 bis 8 Mio. Euro bereitgestellt.

Aktie auf Erholungskurs

Vom Jahreshoch ist die Aktie von Pfeiffer Vacuum deutlich entfernt. Von Oktober letzten Jahres bis zum Februar ging es stetig abwärts, bis eine Bodenbildung erfolgte. In der Folge setzte eine deutliche Erholungstendenz in der Aktie ein.

160323 Pfeiffer

Aktuell liegt die Aktie auf Höhe der gleitenden 100-Tage-Linie. Der Weg in Richtung Jahreshoch dürfte zwar noch etwas andauern, eine Halten-Empfehlung ist die Aktie jedoch auch unserer Sicht allemal.

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