Pfizer Aktie: Erfolg trifft auf Rückschlag
Pfizer meldet vielversprechende Studienergebnisse für ein Neurodermitis-Medikament, doch ein Fehlschlag in der Brustkrebsforschung drückt die Aktie und dominiert die Stimmung.

- Positives Studienergebnis für Neurodermitis-Antikörper
- Phase-3-Studie bereits für Ende 2026 geplant
- Rückschlag in wichtiger Brustkrebs-Studie mit Roche
- Aktienkurs fällt und nähert sich 200-Tage-Linie
Pfizer vermeldet vielversprechende Studiendaten für ein neues Hautmedikament und beschleunigt dessen Entwicklung. Doch statt Optimismus herrscht bei den Anlegern Zurückhaltung, da der Pharmakonzern parallel einen Rückschlag im wichtigen Onkologie-Geschäft hinnehmen muss. Warum reagiert die Börse auf die eigentlichen Forschungserfolge so unterkühlt?
Hoffnungsträger in der Dermatologie
Der Lichtblick für Pfizer kommt aus dem Bereich der Immunologie. In einer Phase-2-Studie zeigte der trispezifische Antikörper Tilrekimig signifikante Erfolge bei der Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis. Das Medikament, das gezielt drei verschiedene Entzündungswege blockiert, erreichte seinen primären Endpunkt. Konkret verbesserte sich das Hautbild der Patienten nach 16 Wochen deutlich: Die um den Placebo-Effekt bereinigten Erfolgsraten für eine 75-prozentige Verbesserung lagen je nach Dosierung zwischen knapp 39 und 52 Prozent.
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Angesichts der guten Verträglichkeit drückt Pfizer nun aufs Tempo. Das Unternehmen plant den Start der entscheidenden Phase-3-Studie bereits für Ende 2026, um den hohen medizinischen Bedarf bei dieser chronischen Hauterkrankung zeitnah bedienen zu können.
Dämpfer im Krebsgeschäft
Die Antwort auf die verhaltene Marktreaktion liegt jedoch in der Onkologie-Pipeline des Konzerns. Zeitgleich zu den positiven Dermatologie-Daten meldete der Partner Roche das Scheitern der gemeinsamen Phase-3-Studie „persevERA“. Hierbei wurde Roches Wirkstoff Giredestrant in Kombination mit Pfizers etabliertem Brustkrebsmedikament Ibrance getestet. Die Kombination verfehlte das Ziel, das progressionsfreie Überleben der Patientinnen im Vergleich zur Standardtherapie statistisch signifikant zu verlängern.
Diese enttäuschenden Nachrichten aus dem lukrativen Krebs-Sektor überlagerten die Erfolge in der Hautforschung und zogen den Kurs an der Wall Street ins Minus. Nach dem gestrigen Kursverlust schloss das Papier bei 22,99 Euro und nähert sich damit wieder der 200-Tage-Linie bei 21,64 Euro an. Mit einem RSI von 21,6 gilt der Wert kurzfristig als überverkauft, was das aktuelle Stimmungstief der Investoren unterstreicht.
Trotz des Gegenwinds aus der Krebsforschung festigt Pfizer mit Tilrekimig seine Position im wachstumsstarken Markt für Entzündungskrankheiten. Der nächste konkrete fundamentale Meilenstein ist nun der für Ende 2026 angesetzte Start der Phase-3-Studie, die endgültig über das finale Marktpotenzial des neuen Hautmedikaments entscheiden wird.
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