Pfizer Aktie: FDA greift ein!

Die US-Gesundheitsbehörde beanstandet Werbung für ein Krebsmedikament, während Analysten uneins sind. Vor der Hauptversammlung steht Pfizers Neuausrichtung im Fokus.

Die Kernpunkte:
  • FDA kritisiert irreführende Werbung für Krebsmittel Adcetris
  • Investmentbanken passen Kursziele widersprüchlich an
  • Sparprogramm soll Milliardenbetrag einsparen
  • Hauptversammlung und Quartalszahlen als nächste Meilensteine

Kurz vor der wichtigen Hauptversammlung braut sich bei Pfizer ein ungemütlicher Mix aus regulatorischem Gegenwind und uneinigen Analysten zusammen. Während die US-Gesundheitsbehörde FDA irreführende Werbung für ein wichtiges Krebsmedikament rügt, suchen Experten an der Wall Street nach einer klaren Richtung. Anleger stehen nun vor der Frage, wie robust das Geschäft abseits der schwindenden Corona-Erlöse wirklich ist.

Ärger um Adcetris-Werbung

Der jüngste Dämpfer kommt direkt von der US-Gesundheitsbehörde. Die FDA stufte Facebook-Anzeigen für das Krebsmedikament Adcetris als „falsch oder irreführend“ ein. Pfizer hatte sich dieses Präparat erst durch die milliardenschwere Übernahme von Seagen ins Haus geholt. Diese Rüge reiht sich in ein härteres Vorgehen der Behörde ein, die in diesem Jahr bereits mehrfach gegen irreführende Pharma-Werbung vorgegangen ist.

Auch an der Wall Street herrscht Uneinigkeit über die kurzfristigen Perspektiven des Pharma-Riesen. Die jüngsten Anpassungen der großen Investmentbanken zeigen ein widersprüchliches Bild:

  • Morgan Stanley: Kursziel von 27 auf 28 US-Dollar angehoben (Rating: „Equal Weight“)
  • Bank of America: Kursziel von 27 auf 26 US-Dollar gesenkt (Rating: „Neutral“)

Morgan Stanley begründet den leichten Optimismus mit angepassten Modellen zu aktuellen Branchentrends vor der anstehenden Berichtssaison. Dennoch spiegelt das durchschnittliche „Hold“-Rating des breiten Marktes die anhaltende Unsicherheit wider. An der Börse reagierten Anleger zuletzt verhalten. Zum Wochenausklang rutschte das Papier um fast zwei Prozent auf 22,92 Euro ab, behauptet aber seit Jahresbeginn noch ein moderates Plus von knapp sieben Prozent.

Sparprogramm im Fokus der Aktionäre

Antworten auf die drängendsten Fragen erhoffen sich Investoren nun von der virtuellen Hauptversammlung am 23. April. Die vorab veröffentlichten Unterlagen zeigen klare Prioritäten. Pfizer will durch ein striktes Sparprogramm bis Jahresende rund 5,7 Milliarden US-Dollar einsparen. Das ist auch nötig, denn der Konzernumsatz schrumpfte 2025 leicht auf 62,6 Milliarden Dollar. Rechnet man jedoch die weggefallenen Corona-Produkte heraus, verzeichnete das operative Geschäft ein solides Wachstum von sechs Prozent.

Der nächste wichtige Meilenstein folgt unmittelbar nach dem Aktionärstreffen. Mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal muss das Management beweisen, dass die Neuausrichtung nach der Pandemie greift und die Jahresprognose von bis zu 62,5 Milliarden Dollar Umsatz auf einem soliden Fundament steht.

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