Pfizer Aktie: Pipeline-Erfolge beflügeln!

Positive Studiendaten zu LITFULO und Tilrekimig stärken Pfizers Entwicklungspipeline; zugleich weist der Konzern Vorwürfe in einer US-Klage zurück.

Die Kernpunkte:
  • Scotiabank erhöht Kursziel auf 33 Dollar
  • LITFULO erzielt Phase-3-Studienerfolge bei Vitiligo
  • Tilrekimig erreicht primären Phase-2-Endpunkt
  • Pfizer weist Vorwürfe in Florida-Klage zurück

Die Aktie von Pfizer legt am heutigen Mittwoch um 2,4 Prozent zu und notiert bei 24,98 Euro. Frischen Rückenwind erhält der US-Pharmakonzern von der Analystenseite: Scotiabank hat das Kursziel für den Titel gestern von 30 auf 33 Dollar heraufgesetzt und die Einstufung auf „Sector Outperform“ belassen. Medienberichten zufolge erfolgte dieser Schritt vor dem Hintergrund der jüngsten operativen Fortschritte in der klinischen Entwicklungspipeline.

Mit dem heutigen Anstieg rückt das Papier wieder dichter an sein 52-Wochen-Hoch von 25,54 Euro heran, das erst Ende September markiert worden war. Der Markt honoriert damit nicht nur den optimistischeren Analystenkommentar, sondern auch eine Reihe klinischer Studienergebnisse, die der Konzern in den vergangenen Tagen vorgelegt hat.

Klinische Pipeline meldet späte Studienerfolge

In der klinischen Forschung konnte Pfizer wichtige Zwischenziele verbuchen. In den Phase-3-Studien des Programms TRANQUILLO zeigte der Wirkstoff LITFULO bei Patienten mit nicht-segmentaler Vitiligo eine signifikante Verbesserung der Repigmentierung im Gesicht sowie am gesamten Körper gegenüber Placebo.

Nach diesen Ergebnissen beabsichtigt das Unternehmen, Zulassungsanträge bei den zuständigen Behörden einzureichen, darunter bei der US-Gesundheitsbehörde FDA und der europäischen Arzneimittelagentur EMA.

Zuvor vermeldete Pfizer bereits einen Erfolg für den Wirkstoffkandidaten Tilrekimig. In einer Phase-2-Studie zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis erreichte das Mittel seinen primären Endpunkt.

Über die untersuchten Dosierungen hinweg erzielten nach 16 Behandlungswochen signifikant mehr Teilnehmer eine mindestens 75-prozentige Verbesserung im Hautscore EASI als unter Placebo. Nach Angaben des Unternehmens laufen für diesen Kandidaten bereits entscheidende Phase-3-Studien zur Anwendung bei Neurodermitis und Asthma.

Rechtsstreit in den USA und Onkologie-Präsenz

Parallel zu den Fortschritten in der Forschung sieht sich die Unternehmensführung mit juristischem Gegenwind konfrontiert. Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Florida, James Uthmeier, reichte eine Klage gegen den Konzern und dessen Vorstandsvorsitzenden Albert Bourla ein.

Gegenstand sind Vorwürfe über angebliche Irreführungen bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs. Pfizer wies die Anschuldigungen zurück, bezeichnete sie als unbegründet und bekräftigte die Richtigkeit der eigenen Angaben.

Große Aufmerksamkeit richtet sich zudem auf den anstehenden Fachkongress der European Society for Medical Oncology (ESMO), der vom 23. bis 27. Oktober in Madrid stattfindet. Pfizer hat angekündigt, dort Daten aus insgesamt 45 wissenschaftlichen Beiträgen vorzustellen, darunter 11 mündliche Präsentationen aus dem Bereich der Krebstherapie.

Kontinuität bei der Dividendenpolitik

Für einkommensorientierte Anleger setzt das Management zugleich auf Verlässlichkeit bei den Ausschüttungen. Der Konzern beschloss für das vierte Quartal 2026 eine Bardividende in Höhe von 0,43 Dollar je Aktie. Zur Auszahlung gelangt der Betrag am 7. Dezember 2026 an alle Aktionäre, die zum Handelsschluss am 6. November 2026 im Aktienregister eingetragen sind.

Die Kombination aus Zulassungsperspektiven für neue Indikationen und solider Ausschüttung stützt das Sentiment, während die Pipeline-Fortschritte nach den pandemiebedingten Sonderkonjunkturen wieder das Kerngeschäft in den Mittelpunkt rücken.

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