Pfizer Aktie: Zerreißprobe vor den Zahlen!

Der Pharmariese Pfizer steht vor der Herausforderung, schwindende Corona-Umsätze auszugleichen. Analysten sind gespalten, während eine hohe Dividendenquote den Spielraum einschränkt.

Die Kernpunkte:
  • Tief gespaltene Analystenmeinungen vor Quartalsbericht
  • Schrumpfende Erlöse aus Covid-19-Produkten
  • Hohe Dividendenquote belastet Finanzkraft
  • Politische Schonfrist durch US-Investitionspakt

Drei große Wall-Street-Häuser, drei verschiedene Richtungen. Wenige Wochen vor den Quartalszahlen am 5. Mai präsentiert sich die Analystengemeinde bei Pfizer tief gespalten. Zwischen schwindenden Corona-Umsätzen, einer wackeligen Dividende und einem politischen Milliarden-Deal sucht der Pharmariese nach seinem neuen Gleichgewicht.

Die jüngsten Einschätzungen spiegeln die Unsicherheit wider. UBS hob das Kursziel auf 27 US-Dollar an und bleibt neutral. Morgan Stanley sieht den fairen Wert bei 28 Dollar. BofA Securities senkte den Zielpreis hingegen auf 26 Dollar.

An der Börse pendelt das Papier aktuell um die Marke von 23,16 Euro. Damit notiert die Aktie knapp sechs Prozent unter ihrem jüngsten Jahreshoch. Seit Januar steht ein solides Plus von rund acht Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Fokus richtet sich nun auf den kommenden Quartalsbericht. Finanzchef David Denton bereitet den Markt auf anhaltenden Gegenwind vor. Die Einnahmen aus Covid-19-Produkten schrumpfen im laufenden Jahr voraussichtlich auf rund fünf Milliarden Dollar. Parallel dazu kosten auslaufende Patente und neue Generika-Konkurrenz das Unternehmen schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar an Umsatz.

Um das auszugleichen, muss das restliche Portfolio liefern. Ohne die wegbrechenden Pandemie-Erlöse peilt das Management ein operatives Wachstum von vier Prozent an. Die Gesamtjahresprognose für den Umsatz liegt zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden Dollar.

Politischer Schutzschild steht

Einen entscheidenden Vorteil hat sich Pfizer bereits auf politischer Ebene gesichert. Die US-Regierung droht der Pharmabranche mit Strafzöllen von bis zu 100 Prozent auf importierte Medikamente. Der Konzern entgeht diesem Szenario durch einen weitreichenden Pakt. Im Gegenzug für Investitionen von 70 Milliarden Dollar in heimische Forschung und Produktion gewährt Washington eine dreijährige Schonfrist.

Dividende zehrt an der Substanz

Für Einkommensinvestoren rückt ein anderes Problem in den Vordergrund. Die aktuelle Ausschüttungsquote von fast 126 Prozent zehrt an der Substanz. Pfizer zahlt derzeit mehr Dividende aus, als das Unternehmen an Gewinn erwirtschaftet. Das schränkt den Spielraum für Schuldentilgung und dringend nötige Reinvestitionen massiv ein.

Am 5. Mai müssen die Zahlen belegen, dass die Rechnung des Vorstands aufgeht. Hält das Wachstum im Non-Covid-Bereich nicht Schritt, gerät die üppige Dividendenrendite von über sechs Prozent unweigerlich unter Druck.

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