PG&E Aktie: Gewinn schrumpft, Prognose steht

Niedrigere Ergebnisse im dritten Quartal ändern nichts an PG&Es Gewinnspannen für 2026 und 2027.

Die Kernpunkte:
  • GAAP-Gewinn je Aktie auf 0,34 Dollar
  • Bereinigtes Quartalsergebnis fällt auf 0,41 Dollar
  • Neunmonats-Kernergebnis steigt auf 1,24 Dollar
  • Leitungs-Untergrundplan bei Regulierern eingereicht

PG&E hat im dritten Quartal weniger verdient als vor einem Jahr, hält aber an seinen Gewinnzielen fest. Der Versorger bestätigt die Prognosen für 2026 und 2027 und setzt damit auf Kontinuität, während niedrigere regulierte Renditen und höhere Waldbrandkosten auf die Ergebnisse drücken.

Quartalszahlen im Rückgang

Der Gewinn je Aktie nach US-GAAP sank auf 0,34 Dollar, nach 0,37 Dollar im Vorjahresquartal. Unter dem Strich blieben 749 Millionen Dollar für die Stammaktionäre. Der Umsatz gab um 1,0 Prozent auf 6,19 Milliarden Dollar nach.

Deutlicher fällt der Rückgang beim bereinigten Kernergebnis aus. Es lag bei 0,41 Dollar je Aktie, nach 0,50 Dollar im dritten Quartal 2025. Das Unternehmen nennt als Hauptgründe die niedrigere vom kalifornischen Regulierer zugestandene Eigenkapitalrendite und einmalige Effekte aus der Umstellung der Steuermethodik im Vorjahr.

Beim GAAP-Ergebnis kommt ein höherer Aufwand für den Wildfire Fund hinzu. Mehr Investitionen in das Netz und Einsparungen bei den Betriebskosten dämpften den Rückgang.

Über die ersten neun Monate sieht das Bild besser aus. Das Kernergebnis liegt bei 1,24 Dollar je Aktie, nach 1,14 Dollar im Vorjahreszeitraum.

Ziele bleiben unverändert

Für 2026 peilt PG&E weiterhin ein bereinigtes Ergebnis von 1,64 bis 1,66 Dollar je Aktie an. Für 2027 liegt die Spanne bei 1,78 bis 1,82 Dollar. Auch das Ziel, die nicht kraftstoffbezogenen Betriebskosten um 2 bis 4 Prozent zu senken, sieht das Management im Plan.

Der Konzern setzt zudem die bereits angekündigte Kürzung des Investitionsplans für 2027 um 2 Milliarden Dollar um. Parallel dazu läuft eine strategische Überprüfung. Ihr Ziel ist ein finanziell starkes Unternehmen mit Investment-Grade-Rating. Im dritten Quartal fielen dafür bereits Kosten für Neuaufstellung und Beratung an.

CEO Patti Poppe fordert weiterhin einen dauerhaften Rechtsrahmen für Waldbrandhaftung in Kalifornien, der Kunden und Investoren gleichermaßen nutzt.

Waldbrandschutz und Rechenzentren

Operativ hat PG&E bei den Regulierern einen Plan zum Verlegen von 5.000 Meilen Leitungen unter die Erde eingereicht. Das Risiko von Waldbränden soll auf diesen Strecken um 98 Prozent sinken. Der Versorger beziffert den langfristigen Nutzen auf rund 117 Milliarden Dollar.

Hinzu kommt Nachfrage aus der Digitalwirtschaft: Seit 2024 hat PG&E 174 Megawatt an neuen Rechenzentrumsprojekten ans Netz gebracht. Bei angemessener Preisgestaltung könnte jedes Gigawatt zusätzlicher Last die Stromrechnungen der Kunden um ein Prozent oder mehr senken, argumentiert das Unternehmen.

Die Aktie notierte vorbörslich mit einem Minus von 0,68 Prozent bei 13,08 Dollar, die Reaktion fiel also verhalten aus. Die bestätigten Ziele für 2026 und 2027 geben die Messlatte vor: Für das Gesamtjahr braucht PG&E im Schlussquartal ein Kernergebnis, das die bisherigen 1,24 Dollar auf die Spanne von 1,64 bis 1,66 Dollar hebt.

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