Philip Morris Aktie: Gewinnprognose für 2026 angehoben

Philip Morris erhöht die EPS-Spanne für 2026 auf 8,35 bis 8,50 US-Dollar. Rauchfreie Produkte liefern weiteres Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • Neue EPS-Spanne für 2026 angehoben
  • Währungseffekt mit 0,24 Dollar
  • Rauchfreie Produkte erreichen 42 Prozent
  • ZYN-Ausbau mit über 20 Varianten

Der Tabakkonzern Philip Morris International (PMI) hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Wie das Unternehmen im Rahmen einer Fachkonferenz in Boston mitteilte, profitiert das Ergebnis maßgeblich von einer vorteilhafteren Währungsentwicklung als bislang angenommen.

Die Anhebung betrifft sowohl das berichtete als auch das bereinigte Ergebnis je Aktie und unterstreicht die Wachstumsdynamik des Konzerns bei rauchfreien Alternativen.

Währungseffekte sorgen für Rückenwind

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Philip Morris nun ein bereinigtes verwässertes Ergebnis je Aktie (EPS) in einer Spanne von 8,35 bis 8,50 US-Dollar. Zuvor war das Management von Werten zwischen 8,26 und 8,41 US-Dollar ausgegangen. Damit liegt die neue Prognose leicht über den durchschnittlichen Markterwartungen von 8,37 US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein bereinigtes EPS von 7,54 US-Dollar erzielt wurde, entspricht dies einer Steigerung von 10,7 bis 12,7 Prozent.

Laut Konzernangaben ist die Korrektur primär auf positive Wechselkurseffekte zurückzuführen, die nun mit 0,24 US-Dollar je Aktie beziffert werden, nachdem zuvor lediglich 0,15 US-Dollar kalkuliert worden waren.

Ohne Berücksichtigung dieser Währungseinflüsse wird weiterhin ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses zwischen 7,5 und 9,5 Prozent angestrebt. Für das dritte Quartal 2026 stellt das Unternehmen ein bereinigtes EPS von 2,29 bis 2,34 US-Dollar in Aussicht, was einen leichten Währungsvorteil von einem Cent beinhaltet.

Strategischer Fokus auf rauchfreie Produkte

CEO Jacek Olczak betonte am Dienstag auf der Barclays Global Consumer Staples Conference, dass der Konzern weiterhin Kurs auf seine langfristige Transformation nimmt. Rauchfreie Produkte machen inzwischen rund 42 Prozent des gesamten Nettoumsatzes aus. Wesentliche Wachstumstreiber bleiben das Tabakerhitzersystem IQOS sowie die Nikotinbeutel der Marke ZYN.

In Japan zeigt sich die Marktposition besonders gefestigt: Dort entfallen bereits über 50 Prozent des gesamten Nikotinmarktes nach Volumen auf erhitzte Tabakprodukte. Trotz Steuererhöhungen im April und Oktober stabilisiert sich die Nachfrage vor Ort zusehends.

In den USA bereitet Philip Morris den Marktstart von IQOS ILUMA vor, sobald die entsprechende Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA vorliegt. Langfristig kalkuliert das Management damit, dass erhitzter Tabak rund 10 Prozent des kombinierten US-Marktes abdecken könnte.

Expansion bei Nikotinbeuteln und Marktreaktion

Parallel dazu treibt das Unternehmen den Ausbau der Marke ZYN voran. Mit der Einführung der „ZYN Ultra“-Linie wurden innerhalb von zwei Monaten über 20 neue Varianten mit Nikotinstärken von 9 mg und 11 mg auf den Markt gebracht; eine Version mit 1,5 mg wird derzeit geprüft.

Zudem stellt der Konzern das Verpackungsformat von 15er- auf 20er-Dosen um. Für die Kategorie der Nikotinbeutel in den USA wird mittelfristig ein Marktwachstum von mehr als 20 Prozent erwartet.

An der Börse wurde die Prognoseanhebung moderat aufgenommen. Die Aktie notiert am heutigen Donnerstag bei 159,52 Euro, was einem leichten Tagesminus von 0,3 Prozent entspricht. Mit Blick auf die Performance seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert jedoch ein deutliches Plus von 16 Prozent.

Neben der operativen Entwicklung bleibt das Marktumfeld durch regulatorische Anforderungen und den Wettbewerb geprägt, doch sieht sich Philip Morris durch das Volumenwachstum im sechsten Jahr in Folge gut aufgestellt. Das Unternehmen strebt mittelfristig weiterhin ein EPS-Wachstum im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich an.

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