Philips gerät wieder in die roten Zahlen

Der Elektronikkonzern Philips konnte noch im Oktober letzten Jahres die Analystenseite mit guten Zahlen für das dritte Quartal überraschen. Dies gelang den Niederländern mit den nun präsentierten Ergebnissen für das vierte Quartal des letzten Geschäftsjahres jedoch nicht.

 

© Philips
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Unter dem Strich musste Philips nach einem Gewinn im Vorjahr von 134 Mio. Euro nun einen Verlust von 39 Mio. Euro ausweisen. Als Hauptgrund hierfür nannte der Vorstand Kosten für Pensionsverpflichtungen.

Positiv wirkten sich Kosteneinsparungen auf das um Sondereffekte bereinigte EBITA aus. Hier gelang ein Anstieg um 13,3% auf 842 Mio. Euro, was über den Erwartungen der Analysten lag.

 

Philips mit Umsatzsteigerung

Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 8,6% auf 7,1 Mrd. Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Positiv auf die Umsatzzahlen wirkten sich Währungseffekte aus. Darüber hinaus konnte Philips vor allem im Gesundheitsgeschäft deutlich zulegen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein moderates Umsatzwachstum.

 

Suche nach Käufer geht weiter

Geplatzt ist dagegen der geplante Verkauf der Lichtsparte an ein Konsortium um den chinesischen Finanzinvestor GO Scale Capital. Philips will sich von dieser Sparte trennen, um sich künftig vor allem auf den Bereich Medizintechnik konzentrieren zu können.

Insgesamt wollte man 80,1% der Sparte Lumileds verkaufen, doch nun muss sich Philips nach einem neuen Käufer umsehen. Es gelang dem Konzern nicht, Bedenken der US-Behörde zur Aufsicht ausländischer Investoren auszuräumen.

Nach Meinung der Analysten von JP Morgan Chase sei dies negativ für Philips zu werten. Hier steht zu befürchten, dass sich ein niedrigerer Preis für die Lichtsparte bei einem neuen Angebot negativ auf die Bewertung auswirken könnte.

 

Aktie vorbörslich im Minus

Dennoch beließen die Experten ihre Einschätzung für die Aktie von Philips auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 27,00 Euro. Bei einem derzeitigen Kurs von 22,77 Euro jedoch noch ein ganzes Stück entfernt.

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Wie der Markt die Zahlen aufnehmen wird, bleibt abzuwarten. Vorbörslich mussten die Papiere bereits kleine Verluste verzeichnen.

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