Plug Power Aktie: 142 Millionen aus Gateway-Verkauf bis 30. Juni

Plug Power-Aktionäre bangen vor Hauptversammlung um Aktienkurs. Abstimmung über Optionsausweitung und Millionen-Deal bestimmen die kommenden Wochen.

Die Kernpunkte:
  • Hauptversammlung am 11. Juni
  • Abstimmung über Millionen-Optionen
  • Vorstandsmitglied verlässt Unternehmen
  • Gateway-Verkauf bis Ende Juni

Plug Power steht vor einer entscheidenden Woche. Am 11. Juni bündeln sich auf der Hauptversammlung gleich mehrere Ereignisse, die den Kursverlauf der kommenden Monate prägen dürften. Aktionäre reagieren im Vorfeld extrem nervös. Allein am Freitag brach das Papier um fast zehn Prozent auf 2,80 Euro ein.

Abstimmung über Millionen-Optionen

Im Zentrum der Unruhe steht eine geplante Ausweitung des Aktienoptionsprogramms. Das Management will den Pool um 25 Millionen auf insgesamt gut 116 Millionen Papiere aufstocken. Die Führungsetage argumentiert mit der Bindung von Fachkräften. Die drohende Verwässerung schreckt Investoren ab, auch wenn die Optionen nicht sofort ausgeübt werden.

Parallel dazu verlässt Vorstandsmitglied Kavita Mahtani pünktlich zum Versammlungstag das Gremium. Sie wechselt in eine Führungsposition bei Wells Fargo. Differenzen über die strategische Ausrichtung gibt es laut offiziellen Angaben nicht. Dennoch sorgt die Personalie für zusätzliche Unruhe auf dem ohnehin angespannten Aktionärstreffen.

Warten auf den Millionen-Deal

Abseits der Hauptversammlung tickt eine weitere Uhr. Bis zum 30. Juni muss Plug Power den Verkauf des „Project Gateway“-Standorts in New York an Stream Data Centers abschließen. Der Deal spült je nach genauen Konditionen bis zu 142 Millionen US-Dollar in die Kasse.

Das Management benötigt das Kapital dringend. Zwar wies die Bilanz zum Ende des ersten Quartals liquide Mittel von über 800 Millionen Dollar aus. Davon sind allerdings nur 223 Millionen Dollar frei verfügbar. Der Rest liegt auf Sperrkonten und fließt nach Unternehmensangaben nur schrittweise ab.

Operativer Wendepunkt in Sicht

Die finanzielle Anspannung überschattet die jüngsten operativen Fortschritte. Im Auftaktquartal kletterte der Umsatz um gut ein Fünftel auf 163,5 Millionen Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich von minus 55 auf minus 13 Prozent.

Im Mai fiel die finale Investitionsentscheidung für ein Wasserstoffprojekt im britischen Barrow-in-Furness. Die Anlage soll künftig den Erdgasverbrauch eines benachbarten Kimberly-Clark-Werks um die Hälfte reduzieren.

CEO Jose Luis Crespo hält an seinem Ziel fest, im vierten Quartal 2026 ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) zu erzielen. Der Erlös aus dem Gateway-Verkauf ist dafür ein zwingender Baustein. Gelingt der Abschluss und stimmt die Hauptversammlung den Plänen ohne Eklat zu, sichert sich das Management den nötigen Spielraum für den Turnaround. Scheitert einer der beiden Meilensteine, droht ein rascher Abverkauf der massiven Kursgewinne, die die Aktie seit ihrem Tief bei 0,76 Euro aufgebaut hat.

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