Plug Power Aktie: 14,2% Sprung nach Nebius-Bloom-Deal
Plug Power profitiert von Milliarden-Deal der Konkurrenz und überrascht mit starken Quartalszahlen. Analysten bleiben gespalten.

- Kursplus von 14 Prozent
- Milliardenvertrag beflügelt Sektor
- Umsatz steigt um 22 Prozent
- Projekt in Großbritannien genehmigt
Ein Milliardenvertrag zwischen Konkurrent Bloom Energy und dem KI-Infrastrukturanbieter Nebius hat die gesamte Wasserstoffbranche in Bewegung gebracht — und Plug Power zog kräftig mit. Die Aktie legte am Donnerstag um 14,2 Prozent auf 3,78 Dollar zu, begleitet von einem Handelsvolumen von rund 111 Millionen Aktien.
KI-Datenzentren als neuer Wachstumsmotor
Der Auslöser war ein Vertrag, der Bloom Energy und Nebius zusammenbringt: 328 Megawatt Brennstoffzellenkapazität, ein Volumen von bis zu 2,6 Milliarden Dollar. Investoren spekulieren nun, dass Plug Power ähnliche Großaufträge für energiehungrige KI-Rechenzentren gewinnen könnte. Diese Art von Sympathiehandel — ein Sektor zieht mit, weil ein Konkurrent einen Durchbruch meldet — ist an der Börse nicht ungewöhnlich. Angesichts des enormen Energiebedarfs moderner KI-Infrastruktur ist die Logik dahinter aber durchaus nachvollziehbar.
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Die Kursdynamik der vergangenen Monate spricht für sich: Seit Jahresbeginn hat die Aktie in Euro gerechnet rund 71 Prozent zugelegt, auf Zwölf-Monats-Sicht sogar mehr als 350 Prozent. Der aktuelle Kurs von 3,25 Euro liegt dabei deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,06 Euro.
Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
Rückenwind kam auch von den eigenen Zahlen. Plug Power meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 163,5 Millionen Dollar — ein Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und deutlich über der Konsensschätzung von rund 140 Millionen Dollar. Der Verlust je Aktie fiel mit 0,08 Dollar etwas geringer aus als die erwarteten 0,09 Dollar.
Besonders auffällig: die Bruttomarge verbesserte sich von minus 55 Prozent im Vorjahresquartal auf minus 13 Prozent. Das Unternehmen führt dies auf sein Kostensenkungsprogramm „Project Quantum Leap“ zurück.
UK-Projekt erreicht Investitionsentscheidung
Parallel dazu bestätigte Plug Power einen operativen Meilenstein in Europa. Das 30-Megawatt-Projekt Barrow Green Hydrogen im britischen Cumbria hat die finale Investitionsentscheidung erreicht — als erstes von drei Projekten aus der britischen Hydrogen Allocation Round 1. Sechs GenEco-PEM-Elektrolyseure sollen dort jährlich rund 100 Gigawattstunden grünen Wasserstoff produzieren und den Erdgasverbrauch eines Kimberly-Clark-Werks um bis zu 50 Prozent senken.
Gemischte Analystenstimmen
Trotz der Rally bleibt das Bild unter Analysten gespalten. Der Konsens lautet „Halten“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 3,42 Dollar — einem Niveau, das die Aktie inzwischen überschritten hat. B. Riley hält an einer Kaufempfehlung mit Kursziel 5,00 Dollar fest, Susquehanna bleibt mit „Neutral“ und einem Ziel von 3,75 Dollar zurückhaltender.
Die Skepsis hat konkrete Gründe: Analysten verweisen auf eine Kassenreichweite von weniger als einem Jahr sowie auf Verwässerungseffekte durch jüngste Kapitalmaßnahmen. Dem steht eine Liquiditätsreserve von rund 800 Millionen Dollar gegenüber, mit der das Unternehmen seine Projektpipeline von über 2 Milliarden Dollar finanzieren will. Ob das reicht, hängt entscheidend davon ab, wie schnell aus Spekulationen über KI-Großaufträge echte Vertragsabschlüsse werden.
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