Plug Power Aktie: 360 Prozent in zwölf Monaten

Plug Power profitiert von KI-Hype um Wasserstoff, meldet aber keine eigenen Aufträge. Analysten bleiben vorsichtig, operative Ziele rücken in den Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Kursplus durch KI-Rechenzentrum-Hoffnung
  • Kein eigener KI-Auftrag von Plug Power
  • Analysten raten weiterhin zum Halten
  • Profitabilitätsziel für Ende 2026 angepeilt

Plug Power profitiert derzeit von einer neuen Erzählung im Wasserstoffsektor. Es geht nicht nur um Brennstoffzellen, Elektrolyseure und grüne Industrieprojekte. Plötzlich rückt der Stromhunger von KI-Rechenzentren in den Mittelpunkt.

Der Auslöser kommt aus der Branche. Bloom Energy hat eine Partnerschaft mit dem KI-Cloud-Anbieter Nebius geschlossen. Seitdem spekuliert der Markt, ob wasserstoffbasierte Stromlösungen für große Rechenzentren wichtiger werden könnten.

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Wasserstoff trifft KI-Fantasie

Die Plug-Power-Aktie sprang am Donnerstag um 14,2 Prozent an. Am Freitag folgte eine ruhigere Sitzung. Der Kurs ging bei 3,26 Euro aus dem Handel, das Tagesplus lag bei 0,23 Prozent.

Über einen Monat steht dennoch ein Gewinn von 20,58 Prozent zu Buche. Seit Jahresanfang kommt die Aktie auf ein Plus von 71,70 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt der Anstieg sogar 360,01 Prozent.

Der Punkt ist klar: Plug Power hat keinen eigenen KI-Auftrag gemeldet. Die Aktie läuft vor allem mit der Branchenfantasie. Genau das macht die Lage spannend, aber auch anfällig für Rücksetzer.

Technik hellt sich auf

Charttechnisch hat sich das Bild verbessert. Der Kurs liegt 32,09 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt der Abstand 57,54 Prozent.

Das spricht für eine kräftige Erholung. Allerdings zeigt der RSI mit 25,9 ein ungewöhnlich schwaches kurzfristiges Momentum. Der Markt sendet damit kein einheitliches Signal.

Auch institutionelle Käufe liefern Gesprächsstoff. Leonteq Securities AG hat eine neue Position aufgebaut und 372.496 Aktien erworben. Solche Bewegungen ändern die operative Lage nicht, können aber die Wahrnehmung am Markt stützen.

Analysten bleiben im Schnitt vorsichtig. Der Konsens liegt weiter bei „Hold“, das durchschnittliche Kursziel beträgt 3,42 Dollar. Nach den jüngsten Quartalszahlen wurden einzelne Ziele auf bis zu 5,00 Dollar angehoben.

Jetzt zählt die Umsetzung

Operativ steht Plug Power weiter unter Druck, den Weg zur Profitabilität glaubhaft zu zeigen. Das Management peilt positives EBITDAS im vierten Quartal 2026 an. CFO Paul Middleton und IR-Chef Roberto Friedlander sollen am 28. Mai auf der B Craig-Hallum Annual Institutional Investor Conference auftreten.

Ein wichtiger Baustein ist das Barrow-Green-Hydrogen-Projekt in Großbritannien. Am 20. Mai fiel die finale Investitionsentscheidung für die Anlage mit 30 Megawatt. Plug Power soll die Elektrolyseure liefern.

Die Anlage soll jährlich rund 100 GWh grünen Wasserstoff für industrielle Nutzung produzieren. Für Plug Power zählt dabei nicht nur der Auftrag selbst. Wichtig ist, ob solche Projekte planbar wachsen und die Kostenbasis entlasten.

Im ersten Quartal erzielte das Unternehmen 163,5 Millionen Dollar Umsatz. Das entsprach einem Wachstum von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich auf minus 13 Prozent.

Ein Jahr zuvor lag sie noch bei minus 55 Prozent. CEO Jose Luis Crespo setzt weiter auf Kostensenkungen und bessere Brennstoffbeschaffung. Voll profitabel will Plug Power erst gegen Ende 2027 oder 2028 werden.

Bis zur Konferenz am Donnerstag dürfte der Markt vor allem auf zwei Punkte achten: konkrete Fortschritte bei Projekten und glaubwürdige Aussagen zur Marge. Die KI-Fantasie kann den Kurs anschieben. Dauerhaft tragen muss am Ende die Umsetzung.

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