Plug Power Aktie: 50 Millionen aus Graham-Verkauf

Plug Power verkauft Texas-Projekt für bis zu 90,5 Mio. Dollar und stärkt so die Liquidität. Am 12. August folgen die Quartalszahlen.

Die Kernpunkte:
  • Graham-Deal bringt bis zu 90,5 Mio. Dollar
  • Quartalszahlen am 12. August erwartet
  • Aktie fällt auf 1,78 Euro
  • Restrukturierungsprogramm unter neuer Führung

Plug Power steckt tief in der roten Zone. Der Kurs fiel am Freitag auf 1,78 Euro, ein Minus von 1,84 Prozent an nur einem Tag. Über die letzten 30 Tage summiert sich der Rückgang auf fast 24 Prozent. Trotzdem bahnt sich für den Wasserstoff-Konzern eine Wende an: ein Immobilienverkauf soll die Kasse füllen, während am 12. August die nächsten Quartalszahlen anstehen.

Der Graham-Deal soll Kapital freisetzen

Im Zentrum der Nachrichten steht der geplante Verkauf des Projekts in Graham, Texas, an Stream US Data Centers. Die Transaktion soll bis zum 31. Juli 2026 abgeschlossen sein. Sie ist Teil einer breiteren Strategie, mit der Plug Power seine Infrastruktur optimieren und mehr als 275 Millionen US-Dollar an Liquidität freisetzen will.

Der Graham-Deal allein soll eine Anfangszahlung von 50 Millionen US-Dollar bringen. Je nach finaler Lastkapazität kann der Gesamtwert auf bis zu 90,5 Millionen US-Dollar steigen. Zusätzlich löst das Geschäft rund 14 Millionen US-Dollar an Barsicherheiten, die derzeit als Collateral gebunden sind.

Für Plug Power ist dieses frische Kapital keine Nebensache. Der Aufbau der heimischen Wasserstoffproduktion verschlingt Kapital in großem Stil. Jeder freigesetzte Dollar zählt, solange der Konzern noch keine schwarzen Zahlen schreibt.

Zahlen am 12. August entscheiden über die Richtung

Der nächste Belastungstest kommt schnell: Am 12. August legt Plug Power die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vor. Analysten rechnen mit einem Verlust je Aktie von rund 0,08 US-Dollar. Im Vorjahresquartal lag der Verlust noch bei 0,21 US-Dollar — eine deutliche Verbesserung, sollte sie eintreten.

CEO Jose Luis Crespo führt das Unternehmen seit März 2026. Er muss beweisen, dass sein Restrukturierungsprogramm „Project Quantum Leap“ wirkt. Drei Punkte stehen im August besonders im Fokus:

  • Margenentwicklung: Nach einer Verbesserung der Bruttomarge um 42 Prozent im ersten Quartal 2026 wollen Investoren sehen, ob sich der Trend fortsetzt.
  • Kassenbestand: Berichten zufolge hat Plug Power seine liquiden Mittel auf über 800 Millionen US-Dollar aufgebaut.
  • Elektrolyseur-Auslieferungen: Der 50-Megawatt-Auftrag für Orica in Australien und jüngste Inbetriebnahmen in Dänemark sollen als wichtige Umsatztreiber wirken.

Charttechnik bleibt angeschlagen

Technisch zeigt sich die Aktie weiter schwach. Der aktuelle Kurs liegt gut 52 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,72 Euro, das Anfang Juni erreicht wurde. Zum 52-Wochen-Tief von 1,21 Euro, aufgestellt am 1. August 2025, beträgt der Abstand knapp 47 Prozent nach oben.

Der 14-Tage-RSI notiert bei 35,2. Das signalisiert eine Annäherung an überverkauftes Terrain, ohne dass sich bislang eine klare Trendwende abzeichnet. Marktbeobachter bezeichnen den Zahlentermin Mitte August als Stimmungstest. Er soll zeigen, ob operative Fortschritte den Kurs endlich von seinem Abwärtstrend lösen können.

Bis zum 12. August bleibt die Aktie damit ein Wett-Objekt zwischen zwei Kräften: frischem Kapital aus dem Graham-Verkauf auf der einen, anhaltendem Verlustdruck auf der anderen Seite. Der Bericht wird zeigen, welche Kraft aktuell überwiegt.

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