Plug Power Aktie: 9,75 Prozent Minus nach Rally

Plug Power erlebt nach starkem Kursanstieg einen deutlichen Rücksetzer. Analysten sehen technische Korrektur trotz verbesserter operativer Daten.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt zeitweise um 12 Prozent
  • Gewinnmitnahmen nach wochenlanger Rally
  • Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen
  • Bruttomarge verbessert sich deutlich

Plug Power bekommt die Kehrseite der jüngsten Wasserstoff-Euphorie zu spüren. Nach Wochen mit kräftigen Gewinnen ziehen kurzfristige Trader Geld aus den Sektorlieblingen ab. Zeitweise rutschte die Aktie um rund 12 Prozent ab; zuletzt lag sie bei 2,93 Euro mit einem Minus von 9,75 Prozent.

Rally trifft auf Gewinnmitnahmen

Der Rücksetzer wirkt weniger wie eine Reaktion auf neue operative Schwäche als wie eine technische Bereinigung. Die Aktie war nach dem starken Lauf weit vorgeeilt; seit Jahresbeginn steht trotz des heutigen Minus noch ein Plus von 54,43 Prozent zu Buche. Auf Jahressicht hat sich der Kurs sogar mehr als vervierfacht.

Technische Indikatoren hatten zuvor eine überdehnte Lage signalisiert. Der Relative-Stärke-Index lag über der Marke von 70, nach dem Abverkauf zeigt der aktuelle 14-Tage-RSI mit 19,9 nun das abrupte Drehen des Momentums. Kein Wunder, dass Trader nach der Rally Gewinne sichern.

Trotz des Rückschlags notiert die Aktie weiter klar über den wichtigen Durchschnittslinien: gut 23 Prozent über der mittelfristigen und rund 44 Prozent über der langfristigen Linie. Das spricht eher für eine harte Korrektur innerhalb eines Aufwärtstrends als für eine bereits gekippte Story.

Operativ kam zuletzt Rückenwind

Die jüngste Rally wurde von besseren Quartalszahlen getragen. Am 11. Mai meldete Plug Power einen Umsatz von 163,5 Millionen US-Dollar und übertraf damit die erwarteten rund 148 Millionen US-Dollar. Der Zuwachs kam vor allem aus dem Elektrolyseurgeschäft und dem Bereich Material Handling.

Auch beim bereinigten Ergebnis schnitt das Unternehmen besser ab als gedacht. Der Verlust je Aktie lag bei 0,08 US-Dollar, erwartet waren 0,10 US-Dollar. Nach GAAP betrug das Minus wegen nicht zahlungswirksamer Effekte aus Wandelanleihen und Optionsscheinbewertungen 0,18 US-Dollar je Aktie.

Wichtiger für die Bewertung ist der Margentrend. Die Bruttomarge verbesserte sich auf minus 13 Prozent, nach minus 55 Prozent im Vorjahresquartal. Das ist noch kein komfortables Niveau, aber ein klarer Schritt weg von den tiefroten operativen Kennzahlen der vergangenen Jahre.

Liquidität bleibt der Prüfstein

Das Management um Jose Luis Crespo hält am Ausblick fest. Für das Gesamtjahr peilt Plug Power weiter ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent an; im Schlussquartal soll eine positive EBITDAS-Run-Rate erreicht werden. CFO Paul Middleton spricht bei den Margen von einem „Wendepunkt“.

Die Finanzierung bleibt dennoch eng zu beobachten. Zum Quartalsende verfügte Plug Power über 802 Millionen US-Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und gebundenen Mitteln; davon waren 223 Millionen US-Dollar frei verfügbar und 579 Millionen US-Dollar gebunden.

Den laufenden Betrieb will das Unternehmen über vorhandene Mittel, den Verkauf von Vermögenswerten und die schrittweise Freigabe gebundener Barmittel finanzieren. Pro Quartal rechnet Plug Power dabei mit rund 50 Millionen US-Dollar aus dieser Quelle.

Der Kursrutsch verändert kurzfristig die Stimmung, nicht automatisch die operative Richtung. Entscheidend ist nun, ob Plug Power die angekündigten sequenziellen Verbesserungen bei Umsatz und Margen tatsächlich liefert und den Zielpfad zum positiven EBITDAS im Schlussquartal hält.

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