Plug Power Aktie: Aktionäre rebellieren

Plug Power erleidet eine Abstimmungsniederlage bei essenziellen Kapitalbeschlüssen, während Sammelklagen wegen Wertpapierbetrugs eingereicht wurden. Die Finanzierung des Unternehmens steht auf der Kippe.

Die Kernpunkte:
  • Aktionäre lehnen Verdopplung der Aktienanzahl ab
  • Sammelklagen wegen angeblicher irreführender Angaben
  • Entscheidende Nachwahl am 17. Februar terminiert
  • Operativer Lichtblick durch Pipeline-Befüllung in Rotterdam

Bei Plug Power brennt die Luft. Auf einer außerordentlichen Versammlung verweigerten die Aktionäre dem Wasserstoff-Spezialisten die Gefolgschaft für essenzielle Kapitalmaßnahmen. Während dem Unternehmen die Zeit davonläuft, um seine Finanzierung zu sichern, droht nun zusätzlich juristischer Ärger durch neue Sammelklagen.

Abstimmungs-Debakel begrenzt Handlungsspielraum

Das Ergebnis der Versammlung vom 5. Februar ist ein herber Rückschlag für das Management. Der Plan, die Anzahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 auf 3 Milliarden zu verdoppeln, verfehlte laut SEC-Einreichungen mit einer Zustimmung von nur 49,40 Prozent die notwendige Mehrheit. Auch Vorschläge zur Anpassung der Abstimmungsregeln fanden mit knapp 40 Prozent keinen ausreichenden Anklang.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?

Die Konsequenzen für die Finanzstrategie sind gravierend. Ohne die Erhöhung der genehmigten Aktien sind die Möglichkeiten zur Ausgabe neuen Eigenkapitals stark eingeschränkt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen weiterhin Geld verbrennt und die Liquidität angespannt bleibt.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

  • Nächster Abstimmungstermin: 17. Februar 2026 (vertagt)
  • Zustimmung Kapitalerhöhung: 49,40 % (Mehrheit verfehlt)
  • Zustimmung Regeländerung: 39,63 %
  • Frist für Sammelklage: 3. April 2026
  • Erwartete Quartalszahlen: Anfang März 2026

Das Management setzt nun alles auf die vertagte Sitzung am 17. Februar. Sollte der Vorschlag erneut scheitern, hat Plug Power bereits einen Reverse Stock Split als alternative Maßnahme in den Raum gestellt, um genehmigte Aktien freizubekommen.

Juristischer Gegenwind und Wettbewerbsdruck

Als wäre die finanzielle Unsicherheit nicht genug, formiert sich auch an der juristischen Front Widerstand. Mehrere Kanzleien haben Sammelklagen wegen angeblichen Wertpapierbetrugs eingereicht. Der Vorwurf wiegt schwer: Das Unternehmen soll irreführende Angaben bezüglich einer 1,66 Milliarden Dollar schweren Kreditgarantie des Energieministeriums und der Fähigkeit gemacht haben, die dafür notwendigen Produktionsanlagen zeitgerecht zu errichten.

Operativ gibt es indes zumindest einen kleinen Lichtblick in Europa. Am 4. Februar gelang die erste Befüllung einer Wasserstoff-Pipeline im Hafen von Rotterdam. Doch der Vergleich mit der Konkurrenz drückt auf die Stimmung: Während Wettbewerber Bloom Energy jüngst positive Cashflows und pralle Auftragsbücher meldete, schreibt Plug Power weiterhin tiefrote Zahlen.

Der 17. Februar markiert nun das entscheidende Datum für die kurzfristige Finanzstrategie. Gelingt es dem Management nicht, die nötigen Stimmen zu mobilisieren, drohen drastische Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Klarheit über die fundamentale Verfassung werden erst die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 liefern, die für Anfang März erwartet werden.

Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Plug Power