Plug Power Aktie: Bruttomarge auf minus 13 Prozent
Plug Power übertrifft Umsatzerwartungen, bleibt aber tief in den roten Zahlen. Analysten zeigen sich gespalten, während Shortseller weiter aktiv sind.

- Umsatz steigt um 22 Prozent
- Nettoverlust bleibt mit 245 Millionen hoch
- Elektrolyseur-Pipeline über 8 Milliarden Dollar
- Kursziel-Spanning von 1 bis 2 Dollar
Starke Quartalszahlen, Analysten-Upgrades, eine wachsende Elektrolyseur-Pipeline — und trotzdem bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet. Plug Power hat in den vergangenen Wochen viel geliefert. Ob das reicht, um den Turnaround wirklich abzusichern, ist eine andere Sache.
Quartalszahlen besser als erwartet
Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich von minus 55 Prozent auf minus 13 Prozent — ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Das operative Ergebnis blieb negativ, aber der Verlust schrumpfte von 178,5 auf 109,5 Millionen Dollar.
Unter dem Strich fiel der Nettoverlust mit 245,3 Millionen Dollar dennoch hoch aus. Grund dafür waren nicht-zahlungswirksame Belastungen: 70,8 Millionen Dollar aus der Neubewertung von Wandelschulden und 54,6 Millionen Dollar aus Warrant-Verbindlichkeiten. Bereinigt lag der Verlust je Aktie bei minus 0,08 Dollar — besser als die von Analysten erwarteten minus 0,0963 Dollar.
Nach der Veröffentlichung legte die Aktie im nachbörslichen Handel um 14 Prozent zu. Seit Jahresbeginn hat der Kurs in Euro rund 71 Prozent gewonnen. Der RSI liegt aktuell bei 25,9 — ein Niveau, das auf eine überverkaufte Situation hindeutet.
Elektrolyseur-Geschäft als Wachstumstreiber
Plug Power hat weltweit mehr als 320 Megawatt Elektrolyseur-Kapazität installiert. Die Projektpipeline umfasst weitere Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von über 8 Milliarden Dollar. Laufende Projekte gibt es mit Galp Energia in Portugal und mit Iberdrola und BP in Spanien.
Hinzu kommt ein 275-Megawatt-Vertrag für das Courant-Projekt von Hy2gen Canada in Quebec. Das Vorhaben zielt auf grünes Ammoniak und Wasserstoffinfrastruktur ab. Für ein Unternehmen, das noch Verluste schreibt, ist diese Pipeline das stärkste Argument der Bullen.
Liquidität und der Weg zur Profitabilität
Zum 31. März 2026 verfügte Plug Power über liquide Mittel von 802 Millionen Dollar. Im ersten Quartal flossen 150 Millionen Dollar aus dem operativen Geschäft ab. Das Management plant, das laufende Jahr über Vermögensverkäufe, Investitionskürzungen und vierteljährliche Freigaben aus gebundenen Mitteln zu finanzieren.
Konkret erwartet das Unternehmen bis Mai rund 39 Millionen Dollar aus dem Verkauf eines Steuerguthabens für das Louisiana-Joint-Venture. Eine erste größere Transaktion über rund 142 Millionen Dollar soll im Juni abgeschlossen werden. Das Ziel: positives EBITDAS im vierten Quartal 2026.
Analysten gespalten, Short-Seller aktiv
Die Reaktion der Analysten fiel gemischt aus. Susquehanna erhöhte sein Kursziel um 0,25 Dollar. Wells Fargo setzte es auf 2 Dollar. Jefferies senkte auf 1,80 Dollar, BMO Capital auf 1 Dollar. Die Kursziele spiegeln wider, wie unterschiedlich die Einschätzungen zur Ausführungsqualität sind.
Kein Wunder, dass Short-Seller präsent bleiben. Rund 24 Prozent des Streubesitzes sind leerverkauft. Das ist ein hohes Niveau — und ein Risiko in beide Richtungen. Steigt die Aktie weiter, könnten Short-Eindeckungen den Kurs zusätzlich antreiben. Bricht die Liquidität ein, verstärken die Leerverkäufer den Druck.
Der Kurs notiert aktuell rund 7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,51 Euro. Ob Plug Power dieses Niveau wieder erreicht, hängt vor allem davon ab, ob die geplanten Vermögensverkäufe im Juni wie angekündigt abgeschlossen werden — und ob die Bruttomarge im zweiten Quartal weiter steigt.
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