Plug Power Aktie: Doppelter Fokus
Plug Power schließt Installation einer großen Elektrolyse-Anlage in Portugal ab. Gleichzeitig stimmen Aktionäre über eine Verdopplung des genehmigten Aktienkapitals ab, um die finanzielle Flexibilität zu sichern.

- Installation von 100 MW Elektrolyseuren in Portugal abgeschlossen
- Aktionäre stimmen über Verdopplung des Aktienkapitals ab
- Anlage soll 15.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr liefern
- Aktienkurs zeigt jüngste Erholung und Stabilisierung
Plug Power meldet einen wichtigen technischen Fortschritt in Europa – und stellt gleichzeitig die finanzielle Basis für die nächsten Jahre neu auf. In Portugal ist eine große Elektrolyse-Anlage fertig installiert, während die Anleger morgen über eine deutliche Ausweitung des genehmigten Aktienkapitals abstimmen. Die Kombination aus operativem Fortschritt und strukturellen Finanzentscheidungen macht die Aktie derzeit besonders spannend.
Großprojekt in Portugal erreicht zentrale Etappe
In der Raffinerie Sines des Energiekonzerns Galp in Portugal hat Plug Power die Installation von 100 Megawatt PEM-Elektrolyseuren abgeschlossen. Alle zehn Elektrolyser-Arrays sind geliefert und vor Ort verbaut – ein wichtiger Schritt in einem der größten erneuerbaren Wasserstoffprojekte Europas.
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Nach vollständiger Inbetriebnahme soll die Anlage bis zu 15.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Damit ließe sich rund ein Fünftel des bisherigen Verbrauchs von konventionell erzeugtem (grauem) Wasserstoff in der Raffinerie ersetzen. Laut Projektplanung könnten so jährlich rund 110.000 Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden werden.
Die Inbetriebnahme der Systeme ist für die kommenden Monate vorgesehen. Für Plug Power ist das ein sichtbarer Beleg, dass Großprojekte im europäischen Markt nicht nur in Planung bleiben, sondern in die Umsetzungsphase kommen.
Abstimmung über Aktienstruktur
Parallel rückt eine zentrale Aktionärsentscheidung in den Vordergrund. Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Kernpunkt ist der Vorschlag, das genehmigte Stammaktienvolumen von derzeit 1,5 Milliarden auf 3 Milliarden Aktien zu verdoppeln.
Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem Bedarf an größerer finanzieller Flexibilität – sowohl zur Erfüllung bestehender Verpflichtungen als auch zur Finanzierung der laufenden Geschäftsentwicklung. In den offiziellen Mitteilungen wird klar formuliert: Sollte der Vorschlag keine Zustimmung finden, plant Plug Power als Alternative einen Reverse Stock Split (Aktienzuzammenlegung).
Bereits auf der ordentlichen Hauptversammlung 2025 lag ein ähnlicher Antrag auf dem Tisch. Damals erhielt der Vorschlag zwar eine deutliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen, scheiterte aber an der formalen Hürde, die sich auf alle ausstehenden Aktien bezog. Entsprechend hoch ist diesmal der Druck, eine klare Entscheidung herbeizuführen.
Einordnung im Branchenumfeld
Die Schritte von Plug Power finden vor dem Hintergrund einer insgesamt sehr aktiven Wasserstoffbranche statt. In Europa hat die Clean Hydrogen Partnership eine neue Förderrunde für 2026 gestartet und rund 105 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um saubere Wasserstofftechnologien weiter voranzubringen.
In Großbritannien kommt eine Analyse des Hydrogen Energy Association zu dem Ergebnis, dass die Industrie grundsätzlich ausbaufähig ist, aber Unsicherheit über die künftige Nachfrage die Dynamik bremst. Global werden weiterhin neue Großprojekte angekündigt – darunter ein Vorhaben in China, das grünen Wasserstoff mit Hilfe von Offshore-Windenergie erzeugen soll. Solche Initiativen unterstreichen, dass der Aufbau von Produktionskapazitäten wie in Sines in einen weltweiten Ausbaupfad eingebettet ist.
Kursbild und Ausblick
An der Börse spiegelt sich zuletzt eine gewisse Erholung wider: Der Kurs liegt mit 2,33 US‑Dollar etwa 18 % über dem Stand vor 30 Tagen, aber noch deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 3,51 US‑Dollar. Gleichzeitig notiert die Aktie klar über dem 200‑Tage-Durchschnitt, was die jüngste Stabilisierung unterstreicht.
Für die nächsten Wochen sind zwei Punkte entscheidend: Zum einen muss Plug Power die Inbetriebnahme der Elektrolyse-Anlage in Sines wie angekündigt voranbringen, um den operativen Fortschritt zu bestätigen. Zum anderen wird das Votum auf der außerordentlichen Hauptversammlung darüber bestimmen, ob das Unternehmen seinen finanziellen Spielraum über zusätzlich genehmigtes Kapital oder über eine Aktienzuzammenlegung sichert.
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