Plug Power Aktie: Druck bleibt
Nach einer deutlichen Kurszielsenkung durch TD Cowen steht Plug Power vor einer entscheidenden Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung. Die strukturellen Risiken überwiegen trotz eines entlastenden Deals mit Walmart.

- Kursziel von TD Cowen halbiert auf 2,00 US-Dollar
- Wichtige Aktionärsabstimmung zur Aktienverdopplung Ende Januar
- Walmart-Deal reduziert potenzielle Aktienverwässerung
- Hoher Kapitalbedarf und Profitabilitätsrisiken im Fokus
Plug Power geht angeschlagen ins neue Jahr. Eine deutliche Kurszielsenkung durch TD Cowen trifft das Papier in einer Phase, in der der Markt ohnehin an der Fähigkeit zur Finanzierung und an der Nachfrageentwicklung zweifelt. Gleichzeitig bringt ein neu gefasster Deal mit Walmart zwar Erleichterung bei der möglichen Verwässerung, ändert aber nichts an den zentralen Fragen rund um Liquidität und Profitabilität.
Analysten machen den Fortschritt zunichte
Am Freitag geriet die Aktie spürbar unter Druck, nachdem TD Cowen seine Einstufung von „Buy“ auf „Hold“ zurücknahm und das Kursziel von 4,00 auf 2,00 US‑Dollar halbierte. Der Schlusskurs lag bei 2,19 US‑Dollar, was einem Rückgang von 5,60 % gegenüber dem Vortag entspricht.
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Brisant ist weniger die Einstufung an sich als die Begründung. TD Cowen verweist auf fundamentale Unsicherheiten:
- die Nachfrage in den Kernmärkten entwickelt sich langsamer als erhofft
- der Hochlauf im Elektrolyseur-Geschäft und beim Material-Handling kommt nicht wie geplant voran
- der Weg zu einem positiven Free Cashflow bleibt unklar, während der Barmittelverbrauch hoch ist
Damit rücken die strukturellen Risiken stärker in den Vordergrund und überlagern kurzfristig jede positive Meldung aus dem operativen Bereich.
Walmart-Deal: Entlastung ohne Trendwende
Zu Wochenbeginn hatten die Titel noch kurz von News rund um Walmart profitiert. Plug Power präzisierte am 6. Januar die Details einer am 30. Dezember 2025 geschlossenen Vereinbarung („Release Event License Agreement“).
Kernpunkte dieses Deals:
- Lizenzzugang: Walmart erhält bedingten Zugang zur GenKey-Technologie für interne Wartung, falls bestimmte „Release Events“ eintreten.
- Warrant-Streichung: Entscheidender ist jedoch die Aufhebung einer Warrants-Vereinbarung aus 2017. Walmart verzichtet damit auf das Recht, rund 42 Millionen Aktien zu beziehen – ein potenziell großer Verwässerungsfaktor für bestehende Aktionäre entfällt.
Der Markt bewertete diesen Schritt zunächst positiv, weil der „Überhang“ aus möglichen neuen Aktien deutlich reduziert wird. Nach der TD‑Cowen-Abstufung verlagerte sich der Fokus jedoch rasch zurück auf die unmittelbaren Finanzierungs- und Umsatzrisiken.
Kapitalbedarf im Fokus: Abstimmung Ende Januar
Der nächste zentrale Termin ist die außerordentliche Hauptversammlung am 29. Januar 2026. Dann stimmen die Aktionäre über eine Verdopplung der genehmigten Anzahl an Stammaktien von 1,5 auf 3,0 Milliarden ab.
Für das Management ist dieser Schritt Teil der Überlebensstrategie: Mehr genehmigte Aktien schaffen den Spielraum, frisches Kapital aufzunehmen und den laufenden Betrieb zu finanzieren. Für bestehende Anteilseigner bedeutet dies jedoch die Aussicht auf erhebliche Verwässerung, sollten diese neuen Aktien tatsächlich ausgegeben werden.
Wird der Antrag abgelehnt, wären die Finanzierungsmöglichkeiten stark eingeschränkt – in einem Umfeld, in dem Kapital ohnehin teurer geworden ist. Das macht die Abstimmung zu einem entscheidenden Knotenpunkt für den weiteren Unternehmensweg.
Harte Realität: 2026 als Bewährungsprobe
Operativ steht 2026 unter hohem Druck. Das Management hat signalisiert, dass der Quartalsumsatz bei etwa 215 Millionen US‑Dollar liegen muss, um auf Bruttoebene die Gewinnschwelle zu erreichen. Vor dem Hintergrund der von TD Cowen hervorgehobenen Nachfrage- und Umsetzungsrisiken ist dieses Ziel alles andere als sicher.
Wesentliche Eckpunkte der aktuellen Lage:
- Kursniveau: 2,19 US‑Dollar Schlusskurs am Freitag, rund 37 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber deutlich über dem 52‑Wochen-Tief von 0,63 US‑Dollar.
- Analystenseite: TD Cowen stuft auf „Hold“ ab und setzt das Kursziel bei 2,00 US‑Dollar.
- Strukturdeal mit Walmart: Streichung von Warrants über ca. 42 Millionen Aktien reduziert potenzielle Verwässerung.
- Finanzierung: Hoher Cashburn macht eine erfolgreiche Kapitalaufnahme im ersten Quartal 2026 notwendig; dafür soll die Aktienzahl erhöht werden.
Charttechnisch bleibt die Aktie trotz der Erholung gegenüber dem Tief klar in einem übergeordneten Abwärtstrend. Der jüngste Impuls durch die Walmart-Vereinbarung war lediglich eine technische Verschnaufpause. Entscheidende Treiber für die weitere Kursrichtung sind nun das Votum der Aktionäre Ende Januar und die Fähigkeit des Unternehmens, Umsatz und Margen in Richtung der avisierten Schwellenwerte zu entwickeln.
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