Plug Power Aktie: Elektrolyseur-Umsatz springt 343 Prozent

Plug Power verzeichnet drastisches Umsatzplus bei Elektrolyseuren, während operative Verluste sinken. Die Aktie legt deutlich zu.

Die Kernpunkte:
  • Elektrolyseur-Umsatz steigt auf 40,8 Millionen
  • Operativer Verlust reduziert sich spürbar
  • Projektpipeline übersteigt 8 Milliarden Dollar
  • Kapitalzuflüsse aus Anlagenverkäufen geplant

Plug Power liefert diesmal nicht nur Hoffnungszahlen. Der Wasserstoffspezialist zeigt im Elektrolyseur-Geschäft plötzlich echtes Tempo. Genau dort entscheidet sich, ob die Wende mehr ist als ein kurzer Kursschub.

Elektrolyseure tragen die Story

Im Auftaktquartal sprang der Umsatz mit Elektrolyseuren um 343 Prozent. In absoluten Zahlen ging es von 9,2 Mio. US-Dollar auf 40,8 Mio. US-Dollar nach oben. Der Treiber waren Projektmeilensteine bei größeren Anlagen.

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In Europa rücken zwei Vorhaben besonders ins Bild. In Spanien befindet sich ein Projekt mit Iberdrola MVP über 25 Megawatt in der Inbetriebnahme. In Portugal finalisiert Plug Power Installationen für Galp mit 100 Megawatt.

Das ist wichtig, weil der Konzern lange mit Kosten, Vertrauen und schwacher Profitabilität kämpfte. Nun zeigt das Kerngeschäft erste operative Breite. Plug Power hat weltweit mehr als 320 Megawatt Elektrolyseur-Kapazität ausgerollt. Die Projektpipeline liegt bei mehr als 8 Mrd. US-Dollar.

Das Management peilt für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent an. Die erste Jahreshälfte soll rund 40 Prozent des Jahresumsatzes liefern. Für das zweite Quartal stellt der Konzern einen weiteren Umsatzanstieg in Aussicht.

Wasserstoffgeschäft wird effizienter

Auch das Geschäft mit Wasserstoffkraftstoff sendet bessere Signale. Der berichtete Umsatz stieg um 22 Prozent, bereinigt um Kunden-Warrants lag das Plus bei 10 Prozent. Die Marge verbesserte sich um 54 Prozentpunkte.

Dahinter steckt mehr Volumen im eigenen Netzwerk. Plug Power kauft weniger teuer bei Dritten zu und nutzt seine Anlagen besser aus. Die Produktionsstandorte in Georgia, Tennessee und Louisiana kommen zusammen auf rund 40 Tonnen pro Tag.

Verluste bleiben der Gegenpol

Die bessere operative Entwicklung löst das Finanzproblem noch nicht. Der Nettoverlust stieg auf 245,3 Mio. US-Dollar, nach 196,7 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Hauptgrund waren nicht zahlungswirksame Effekte aus Wandelanleihen und Warrant-Bewertungen.

Operativ sieht das Bild freundlicher aus. Der bereinigte operative Verlust sank auf 109,5 Mio. US-Dollar, nach 178,5 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch der bereinigte Verlust je Aktie verbesserte sich.

Nach GAAP lag das Ergebnis je Aktie bei minus 0,18 US-Dollar. Bereinigt waren es minus 0,08 US-Dollar, nach minus 0,17 US-Dollar ein Jahr zuvor.

Der Markt reagiert bereits spürbar. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen 28,51 Prozent gewonnen und liegt seit Jahresbeginn 59,38 Prozent vorn. Am Dienstag schloss sie bei 3,03 Euro.

Dieser Lauf erhöht die Messlatte. Plug Power muss nun zeigen, dass Projektfortschritte auch den Cashflow entlasten. Genau dort bleibt der Konzern verwundbar.

Kapitalmaßnahmen rücken näher

Finanziell setzt Plug Power auf zusätzliche Mittel aus Projektverkäufen. Aus der Monetarisierung von Wasserstoffanlagen erwartet der Konzern rund 275 Mio. US-Dollar. Dazu zählt ein Deal mit Stream Data Centers über 142 Mio. US-Dollar, dessen Abschluss im Juni erwartet wird.

Ein weiterer Baustein ist der Verkauf eines Steuerguthabens für das Louisiana-Joint-Venture. Daraus sollen im Mai 39,2 Mio. US-Dollar zufließen.

Am 11. Juni steht die virtuelle Hauptversammlung an. Aktionäre stimmen dort auch über zusätzliche 25 Mio. Aktien für den Vergütungsplan ab. Das trifft auf einen operativen Mittelabfluss von 150,04 Mio. US-Dollar im Quartal.

Plug Power zielt weiter auf ein positives EBITDAS im vierten Quartal 2026. Bis dahin zählt nicht nur Wachstum im Elektrolyseur-Geschäft. Entscheidend ist, ob dieses Wachstum den Kapitalbedarf sichtbar senkt.

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