Plug Power Aktie: Gateway-Verkauf bringt 132,5 Millionen

Plug Power muss bis heute Abend den Verkauf des Gateway-Projekts abschließen. Der Deal bringt dringend benötigte Liquidität für den Sanierungsplan.

Die Kernpunkte:
  • Gateway-Verkauf bringt bis zu 142 Millionen Dollar
  • Erste Phase des 275-Millionen-Optimierungsprogramms
  • Aktie steigt um knapp fünf Prozent
  • Umsatzwachstum von 22 Prozent im ersten Quartal

Heute fällt eine zentrale Entscheidung für Plug Power. Bis zum Tagesende muss der Verkauf des Projekts Gateway abgeschlossen sein. Es geht um bis zu 142 Millionen US-Dollar. Für Anleger ist dieser Deal der erste echte Beweis, dass der Sanierungsplan des Wasserstoff-Spezialisten funktioniert.

Frisches Kapital für den Umbau

Der Konzern trennt sich von seinem Grundstück und der Infrastruktur des Projekts Gateway in New York. Käufer ist Stream Data Centers. Der Rechenzentrumsbetreiber hat bereits sechs Millionen Dollar angezahlt. Schließt Plug Power die Transaktion heute erfolgreich ab, fließen dem Unternehmen brutto mindestens 132,5 Millionen Dollar zu.

Das Geld ist fest eingeplant. Der Verkauf bildet die erste Phase eines 275 Millionen Dollar schweren Optimierungsprogramms. CEO Jose Luis Crespo nennt das Vorhaben „Project Quantum Leap“. Das Ziel: Den laufenden Betrieb finanzieren, ohne neue Aktien auszugeben.

Ursprünglich sollte auf dem Gateway-Areal eine Anlage für flüssigen Wasserstoff entstehen. Das US-Energieministerium strich jedoch eine zugesagte Kreditgarantie in Milliardenhöhe. Daraufhin stoppte Plug Power alle Arbeiten. Nun bringt der Verkauf dringend benötigte Liquidität.

Der Weg in die schwarzen Zahlen

Parallel dazu drückt das Management die Kosten. Die jährlichen Ausgaben sollen um bis zu 200 Millionen Dollar sinken. Erste Erfolge zeigten sich bereits im ersten Quartal. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf rund 164 Millionen Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich, auch wenn unterm Strich noch ein hoher Verlust stand.

Zusätzliches Kapital brachte der Verkauf von Steuergutschriften. Plug Power veräußerte diese für knapp 39 Millionen Dollar. Die Gutschriften stammten aus einer Anlage in Louisiana.

Auch im operativen Geschäft meldet das Unternehmen Fortschritte in Europa. In Dänemark übergab Plug Power kürzlich einen Elektrolyseur mit fünf Megawatt Leistung. In Großbritannien liefert der Konzern Anlagen mit 30 Megawatt für ein neues Wasserstoffprojekt.

Neue Projekte und Kursreaktion

Am Aktienmarkt kommt die heutige Deadline gut an. Die Papiere klettern am Dienstag um knapp fünf Prozent auf 2,39 Euro. Auf Jahressicht steht damit ein Plus von 87 Prozent auf der Kurstafel.

Dennoch bleibt der Weg zum Jahreshoch bei 3,72 Euro weit. Die Aktie notiert aktuell rund 15 Prozent unter ihrem mittelfristigen Durchschnitt.

Nach Ablauf der heutigen Frist richtet sich der Blick der Investoren auf den August. Dann präsentiert Plug Power die Zahlen für das zweite Quartal. Das Management muss dann beweisen, dass die Margen weiter steigen. Nur so bleibt das erklärte Ziel erreichbar: ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) im vierten Quartal 2026.

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