Plug Power Aktie: Nebulöse Aussichten!
Plug Power steht vor einer entscheidenden Hauptversammlung mit Abstimmung über Kapitalmaßnahmen, während Analysten die Aktie zwischen 1,30 und 7 US-Dollar bewerten.

- Außerordentliche Hauptversammlung am 29. Januar
- Analystenbewertungen reichen von Underperform bis Buy
- Vereinbarung mit Walmart reduziert Verwässerungsrisiko
- Unternehmen strebt 2026 EBITDA-Positivität an
Plug Power steht vor entscheidenden Wochen. Analystenurteile gehen weit auseinander, zugleich rückt eine außerordentliche Hauptversammlung mit potenziell weitreichenden Beschlüssen näher. Im Hintergrund drücken weiter hohe Verluste und der anhaltende Kapitalbedarf auf die Stimmung.
Analysten mit klaren Fronten
In den vergangenen Wochen hat sich die Analystenlandschaft deutlich bewegt – und zeigt ein gespaltenes Bild.
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TD Cowen stufte die Aktie am 9. Januar von „Buy“ auf „Hold“ ab und halbierte das Kursziel von 4 auf 2 US-Dollar. Begründet wurde der Schritt mit zunehmenden Sorgen um das Elektrolyseur-Geschäft und die Entwicklung im Bereich Material-Handling.
BMO Capital bleibt bei „Underperform“ und einem Kursziel von lediglich 1,30 US-Dollar. Die Skepsis gegenüber dem Weg zur Profitabilität hält damit an.
Auf der anderen Seite gab es zum Jahresende einen gegenläufigen Impuls: Clear Street hob die Aktie am 31. Dezember auf „Buy“ an, mit einem Kursziel von 3 US-Dollar. H.C. Wainwright liegt mit einer Kaufempfehlung und 7 US-Dollar Kursziel deutlich darüber.
Kernpositionen im Überblick:
- TD Cowen: Hold, Kursziel 2 US-Dollar (Herabstufung am 9. Januar)
- BMO Capital: Underperform, Kursziel 1,30 US-Dollar
- Clear Street: Buy, Kursziel 3 US-Dollar
- H.C. Wainwright: Buy, Kursziel 7 US-Dollar
Die Spanne der Kursziele zeigt, wie unterschiedlich die kurzfristigen Perspektiven für das Wasserstoffunternehmen eingeschätzt werden.
Walmart-Vereinbarung entschärft Verwässerungsrisiko
Am 6. Januar meldete Plug Power ein „Release Event License Agreement“ mit Walmart. Diese Vereinbarung beseitigt das Verwässerungsrisiko aus bestimmten Warrants, das zuvor auf der Aktie gelastet hatte.
Die Regelung betrifft hinterlegte GenKey-Systeme und gilt als strategischer Erfolg bei der Steuerung der Kapitalstruktur. Für Aktionäre bedeutet dies Klarheit über einen bisher schwelenden Verwässerungsfaktor.
Hauptversammlung am 29. Januar im Fokus
Am 29. Januar findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt, die für die weitere Entwicklung des Unternehmens zentral ist. Zwei Punkte stehen im Mittelpunkt:
- Änderung des Abstimmungsstandards: Künftig soll die Mehrheit der abgegebenen Stimmen statt der ausstehenden Aktien entscheidend sein.
- Ermächtigung zu einem Reverse Stock Split: Der Vorstand soll die Möglichkeit erhalten, Aktien zusammenzulegen.
Unabhängig vom Ausgang bleibt das Thema Verwässerung präsent. Der anhaltende Kapitalbedarf spricht dafür, dass weitere Kapitalerhöhungen wahrscheinlich sind – ob vor oder nach einem möglichen Reverse Split. Für bestehende Anteilseigner bleibt die Ausgangslage damit anspruchsvoll.
Zahlenbild und operative Entwicklung
Die Aktie notiert derzeit bei rund 2,36 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von etwa 3,3 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Spanne der vergangenen zwölf Monate reicht von 0,69 bis 4,58 US-Dollar und verdeutlicht die hohe Schwankungsbreite im Wasserstoffsegment.
Fundamental zeigt sich ein schwieriges Bild:
- Umsatz (letzte zwölf Monate): 676 Mio. US-Dollar
- Nettomarge: -314,23 %
- Eigenkapitalrendite: -95,41 %
- Nächster Quartalsbericht: voraussichtlich am 26. Februar
Einen positiven Akzent setzte zuletzt das Elektrolyseur-Geschäft: In Q3 2025 wuchs der Umsatz dort sequenziell um 46 % auf 65 Mio. US-Dollar. Das Management strebt an, in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf EBITDA-Basis in die Gewinnzone zu kommen. Ob dieses Ziel angesichts der aktuellen Verlustsituation erreichbar ist, dürfte spätestens mit den Zahlen Ende Februar intensiver diskutiert werden.
Intensivere Investorenkommunikation
Parallel verstärkt das Unternehmen den Kontakt zum Kapitalmarkt. Plug Power präsentierte sich auf der Goldman Sachs Energy, CleanTech & Utilities Conference in Miami sowie auf der UBS Global Energy & Utilities Winter Conference in Park City (12.–14. Januar).
Diese verstärkte Präsenz richtet sich klar auf Investoren und soll Vertrauen aufbauen – zeitlich passend vor der Abstimmung Ende Januar und vor den anstehenden Quartalszahlen.
Unsicherer Ausblick für 2025 und darüber hinaus
Die Rahmenbedingungen für Wasserstoff bleiben anspruchsvoll: Hohe Kapitalkosten und eine langsamer als erhoffte Marktdurchdringung belasten das Umfeld. Plug Power hat in rund 25 Jahren Unternehmensgeschichte noch kein profitables Jahr erzielt, was die Dimension der Aufgabe unterstreicht.
Für 2025 peilt das Management einen Umsatz von 700 Mio. US-Dollar an und stellt „nahefristige“ EBITDA-Positivität in Aussicht. Mit den Q4-Zahlen Ende Februar werden diese Ziele erstmals konkreter am Ist-Zustand gemessen – der Zeitraum von der Hauptversammlung bis zur Zahlenvorlage dürfte damit zur Nagelprobe für die aktuelle Story rund um Finanzierung, Wachstum und Profitabilität.
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