Plug Power Aktie: Radikaler Umbau

Plug Power verkauft sein geplantes Flaggschiffprojekt in New York und fokussiert sich auf das Kerngeschäft. Unter neuem CEO zeigen erste operative Verbesserungen Wirkung.

Die Kernpunkte:
  • Verkauf des STAMP-Projektgeländes an Rechenzentrumsbetreiber
  • Erster Bruttogewinn im Quartal nach langen Verlusten
  • Neuer CEO strebt Profitabilität bis 2028 an
  • Aktienkurs legt nach Quartalszahlen deutlich zu

Plug Power zieht bei seinem einstigen Vorzeigeprojekt endgültig den Stecker. Statt in New York die geplante Mega-Anlage für grünen Wasserstoff zu bauen, verkauft das Unternehmen das Gelände nun an einen Rechenzentrumsbetreiber. Der strategische Rückzieher fällt genau in eine Phase, in der ein neuer CEO das Ruder übernimmt und erste operative Lichtblicke sichtbar werden.

Der Traum vom nordamerikanischen Leuchtturmprojekt im STAMP-Industriepark ist offiziell beendet. Für mindestens 132,5 Millionen US-Dollar gehen die Flächen und die bereits errichtete Strominfrastruktur an Stream Data Centers. Der Abschluss der Transaktion ist bis Ende Juni 2026 geplant. Verantwortlich für den Stopp sind neben dem strikten Sparkurs des Managements vor allem politische Hürden. Unklare Vorgaben bei den US-Steuergutschriften für grünen Wasserstoff machten die Planung für Plug Power zunehmend unkalkulierbar.

Erste operative Lichtblicke

Der Verzicht auf kapitalintensive Großprojekte zugunsten des Kerngeschäfts mit Elektrolyseuren zeigt erste finanzielle Erfolge. Im vierten Quartal 2025 überraschte das Unternehmen mit einem Bruttogewinn von 5,5 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von 233 Millionen US-Dollar in den Büchern. Auch der bereinigte Verlust je Aktie fiel mit 0,06 US-Dollar geringer aus als von der Wall Street befürchtet. Diese operativen Verbesserungen spiegeln sich auch am Markt wider, wo das Papier auf Sicht von 30 Tagen um knapp 18 Prozent auf aktuell 1,95 Euro zulegen konnte.

Trotz dieser Fortschritte auf Quartalsebene bleibt die Gesamtbilanz angespannt. Plug Power schloss das Jahr 2025 bei einem Umsatz von knapp 710 Millionen US-Dollar mit einem Nettoverlust von 1,63 Milliarden US-Dollar ab.

Neuer Chef, klare Ziele

Den Weg aus den roten Zahlen soll nun Jose Luis Crespo ebnen. Der bisherige Vertriebschef hat Anfang März den Posten des CEO übernommen. Seine Marschroute ist ambitioniert: Bis zum vierten Quartal 2026 soll ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) erreicht werden, Ende 2028 will der Konzern vollständig profitabel arbeiten. Finanziell ist der Übergang vorerst abgesichert. Nach einer Umschuldung verfügt Plug Power über frei verfügbare Barmittel von rund 368 Millionen US-Dollar, was laut Management ausreicht, um das laufende Jahr ohne weitere Aktienverkäufe zu finanzieren.

Der radikale Strategiewechsel weg von riskanten Wasserstoff-Hubs hin zu margenstärkeren Kernprodukten nimmt damit konkrete Formen an. Neben der operativen Umsetzung muss das neue Management in den kommenden Monaten allerdings noch eine weitere juristische Baustelle abarbeiten. Mehrere laufende Sammelklagen wegen angeblich irreführender Aussagen zu Förderkrediten des US-Energieministeriums belasten das Umfeld und erfordern eine rasche Klärung, um das Vertrauen der Investoren langfristig zurückzugewinnen.

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