Plug Power Aktie: Sorgen unberechtigt?
Der Wasserstoff-Spezialist monetarisiert Infrastruktur, um seine Liquidität zu stärken. Der Verkauf ist der erste Schritt eines Plans, über 275 Mio. US-Dollar freizusetzen.

- Verkauf von Gelände und Infrastruktur an Stream Data Centers
- Erlös von mindestens 132,5 Millionen US-Dollar erwartet
- Teil eines größeren Liquiditätsplans des Unternehmens
- Finanzielle Lage bleibt angespannt trotz Maßnahmen
Plug Power verkauft einen zentralen Standort in New York – und macht damit aus Beton und Infrastruktur wieder bares Geld. Der Deal ist mehr als eine einzelne Transaktion: Er ist der erste konkrete Baustein eines größeren Plans, die Liquidität um über 275 Mio. US-Dollar zu verbessern. Doch reicht das, um die Finanzierungssorgen rund um den Wasserstoff-Spezialisten zu beruhigen?
Verkauf von „Project Gateway“
Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat es eine verbindliche Vereinbarung mit Stream Data Centers geschlossen. Verkauft wird das Gelände „Project Gateway“ im STAMP-Industriepark (inklusive Land, Infrastruktur und Teilen der Umspannwerks-Assets).
Plug erwartet aus dem Geschäft mindestens 132,5 Mio. US-Dollar an Bruttoerlösen. Je nach Zeitpunkt des Closings und bestimmten Bedingungen zur Entfernung von Assets können es bis zu 142 Mio. US-Dollar werden. Stream hinterlegt zudem eine Anzahlung von 6 Mio. US-Dollar, um die Vereinbarung abzusichern.
Der Abschluss wird bis spätestens 30. Juni 2026 angepeilt. Dazu müssen unter anderem behördliche Genehmigungen vorliegen, Umweltprüfungen erfüllt sein und Übertragungen von Vermögenswerten geregelt werden. Außerdem hängt der Deal daran, dass Stream einen Mietvertrag mit einem künftigen Nutzer (Tenant Lease) sichert.
Teil eines größeren Liquiditätsplans
Wichtig ist der Kontext: Plug ordnet den Verkauf als Phase eins einer dreiteiligen Initiative ein. Ziel ist es, insgesamt mehr als 275 Mio. US-Dollar an Liquidität freizusetzen – durch Asset-Monetarisierung, die Freigabe von gebundenem Cash sowie geringere Wartungskosten. Zwei weitere Schritte sollen im Laufe von 2026 folgen.
Strategisch verkauft Plug damit nicht „irgendetwas“, sondern zieht Kapital aus bestehender Infrastruktur, um sich stärker auf das Kerngeschäft zu konzentrieren: Wasserstoffproduktion und Brennstoffzellen-Rollout. Präsident und Chief Revenue Officer Jose Luis Crespo spricht von gestärkter Liquidität und mehr finanzieller Flexibilität.
Stream wiederum will am Standort ein neues Rechenzentrum errichten, laut Mitteilung mit wassersparendem, luftgekühltem Design und unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur und Stromkontingente.
Warum der Druck hoch bleibt
Der Schritt kommt nicht aus dem luftleeren Raum. In den vergangenen zwölf Monaten hat Plug Power laut Bericht 2,1 Mrd. US-Dollar Verlust bei 676 Mio. US-Dollar Umsatz eingefahren. Das Unternehmen arbeitet damit sichtbar daran, die Bilanz zu stabilisieren – vor dem Hintergrund anhaltenden Cash-Burns.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugte im Februar die von Aktionären gebilligte Satzungsänderung: Die Zahl der genehmigten Stammaktien wurde von 1,50 auf 3,00 Mrd. Stück verdoppelt (wirksam seit dem Filing am 12. Februar in Delaware). Zusammen mit den genannten Sammelklagen und der Verlusthistorie rückt damit die Frage möglicher künftiger Verwässerung noch stärker in den Vordergrund.
An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage weiterhin: Auf 30 Tage liegt die Aktie mit -21,44% im Minus.
Im Fokus steht nun ein konkreter Termin: Am 2. März 2026 will Plug die Zahlen für Q4 sowie das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Diese Veröffentlichung dürfte zum nächsten harten Prüfstein werden, ob die Kostenmaßnahmen und operativen Anpassungen schnell genug greifen – und ob der Liquiditätsplan rund um Verkäufe wie „Project Gateway“ tatsächlich spürbar Luft verschafft.
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