Plug Power Aktie: Überraschende Margen-Wende
Plug Power meldet erstmals seit langer Zeit wieder positive Bruttomargen und treibt den Verkauf von Infrastruktur voran, um die Liquidität zu stärken. Zölle und eine Sammelklage bleiben jedoch Risikofaktoren.

- Positive Bruttomarge im vierten Quartal 2025
- Verkauf von Grundstück zur Liquiditätsstärkung
- Neue Führung setzt Profitabilitätsziele bis 2028
- Aktie gewinnt nach Quartalszahlen deutlich
Lange Zeit galt das Wasserstoffunternehmen als chronisch defizitär. Nun liefert Plug Power im vierten Quartal 2025 erstmals wieder positive Bruttomargen und treibt parallel den Verkauf von Vermögenswerten voran. Während die Börse den operativen Lichtblick feiert, trüben Zölle und juristische Auseinandersetzungen das Bild.
Die Zahlen im Detail
Verantwortlich für den jüngsten Kursaufschwung sind die unerwartet starken Ergebnisse des vierten Quartals. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um fast 18 Prozent auf rund 225 Millionen US-Dollar. Viel wichtiger für Investoren war allerdings die Profitabilität. Das Unternehmen erzielte eine positive Bruttomarge von 2,4 Prozent. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor stand hier noch ein massiver Verlust von über 122 Prozent des Umsatzes in den Büchern. Besonders das Geschäft mit Elektrolyseuren erwies sich im Gesamtjahr 2025 mit Rekorderlösen von 188 Millionen US-Dollar als starker Treiber.
Frisches Geld und neue Führung
Um die finanzielle Basis weiter zu stärken, trennt sich der Konzern von Infrastruktur. Der Verkauf des „Project Gateway“-Geländes an Stream Data Centers soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein und mindestens 132,5 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren Plans, der die Liquidität um insgesamt 275 Millionen US-Dollar verbessern soll.
Mit nun knapp 369 Millionen US-Dollar an frei verfügbaren Barmitteln sieht das Management den Betrieb bis Ende 2026 gesichert, ohne neue Aktien ausgeben zu müssen. Diesen Weg soll ab sofort Jose Luis Crespo leiten, der Anfang März den Posten des CEO übernommen hat. Unter der neuen Führung peilt Plug Power konkrete finanzielle Meilensteine an:
- Positives EBITDAS bis Ende 2026
- Positives operatives Ergebnis bis Ende 2027
- Vollständige Profitabilität bis Ende 2028
Gegenwind durch Zölle und Klagen
Trotz der operativen Fortschritte mahnen Analysten zur Vorsicht. Wells Fargo hob das Kursziel zwar leicht auf 2,00 US-Dollar an, belässt die Einstufung aber auf „Equal Weight“. Ein Grund dafür sind Zölle auf chinesische Bauteile und europäische Elektrolyseure. Diese belasten die Lieferkette und könnten die anvisierten Profitabilitätsziele verzögern. Auf Monatssicht verbucht der Titel nach den starken Quartalszahlen dennoch ein Plus von rund 24 Prozent und notiert aktuell bei 1,92 Euro.
Zudem läuft am kommenden Freitag, den 3. April, die Frist für Investoren ab, sich einer Sammelklage anzuschließen. Dabei geht es um den Vorwurf, das Unternehmen habe Aktionäre über die Aussichten einer staatlichen Kreditgarantie in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar getäuscht.
Der eingeschlagene Kurs zur Profitabilität hängt nun maßgeblich von der Bewältigung der Lieferkettenkosten ab. Mit dem für Ende Juni erwarteten Abschluss des Grundstücksverkaufs steht der nächste konkrete Meilenstein zur Sicherung der Liquidität bereits fest.
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