Plug Power Aktie: Vorstoß Down Under

Plug Power stärkt seine Präsenz in Australien und Neuseeland mit einem Elektrolyseur für HWR und einem Großprojekt mit Orica.

Die Kernpunkte:
  • Elektrolyseur für Invercargill ausgeliefert
  • HWR versorgt Dual-Fuel-Lkw
  • 50-Megawatt-Projekt mit Orica
  • Wasserstofftechnik auf fünf Kontinenten

Plug Power baut sein Wasserstoffgeschäft im Pazifikraum weiter aus. Der Wasserstoffkonzern hat einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 1 Megawatt an HWR Hydrogen ausgeliefert, eine Tochter der neuseeländischen H.W. Richardson Group. Die Anlage soll künftig eine Tankstelle in Invercargill auf der Südinsel mit lokal produziertem Wasserstoff versorgen.

Der Standort ist kein Zufall. HWR betreibt über seine Sparte Change Fuel Technologies bereits eine Flotte von Lkw mit Dual-Fuel-Technologie, die Diesel und Wasserstoff kombiniert. Der neue Elektrolyseur soll genau diese Fahrzeuge versorgen und zugleich die Infrastruktur für künftige, rein wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge anderer Hersteller vorbereiten.

Größeres Bild in der Region

Die Lieferung reiht sich in ein wachsendes Portfolio ein, das Plug Power in Australien und Neuseeland aufgebaut hat. In Neuseeland ist das Unternehmen bereits am Tankstellennetz von Hiringa Energy beteiligt.

In Australien wiederum liefert Plug einen deutlich größeren Elektrolyseur mit 50 Megawatt Leistung für den Hunter Valley Hydrogen Hub des Bergbau- und Chemiekonzerns Orica — nach eigenen Angaben das größte grüne Wasserstoffprojekt Australiens, das bislang eine finale Investitionsentscheidung erreicht hat. Die Anlage soll jährlich rund 4.700 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren.

Für Plug Power zeigt der Auftrag exemplarisch, wie das Unternehmen versucht, sich in aufstrebenden Wasserstoffmärkten breit zu positionieren — von kleinteiligen, dezentralen Projekten bis zu industriellen Großanlagen. Weltweit kommt die GenEco-Elektrolyseur-Technologie inzwischen auf fünf Kontinenten zum Einsatz, während parallel mehr als 76.000 GenDrive-Brennstoffzellensysteme in über 280 Standorten für die Materialhandhabung im Einsatz sind.

Ob sich aus der Invercargill-Lieferung weitere Aufträge in der Region ergeben, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell HWR und andere Partner ihre Dual-Fuel- und Wasserstoffflotten ausbauen. Für den Moment bleibt es ein vergleichsweise kleiner, aber strategisch platzierter Baustein im internationalen Projektportfolio des Unternehmens.

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