Plug Power Aktie: Zahlentermin im Schatten der Justiz

Plug Power steht vor der Bilanzvorlage 2025 unter rechtlichem Druck durch Sammelklagen und hat sich durch eine Verdopplung der Aktienanzahl finanziellen Spielraum gesichert.

Die Kernpunkte:
  • Sammelklagen wegen Darstellung von US-Kredit
  • Verdopplung der Aktienanzahl beschlossen
  • Erfolgreiche Wasserstofflieferung in Rotterdam
  • Bilanzvorlage für 2025 am 2. März

Plug Power hat den Termin für die Bilanzvorlage des Geschäftsjahres 2025 fixiert. Doch die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich derzeit weniger auf den Kalender als auf die juristischen Wolken und strukturellen Veränderungen, die den Wasserstoff-Spezialisten umgeben. Während Sammelklagen wegen des ausgesetzten US-Kredits drohen, verschafft sich das Unternehmen durch eine massive Erhöhung der Aktienanzahl neuen finanziellen Spielraum.

Vorwürfe belasten die Stimmung

Am 2. März 2026 wird das Management nach Börsenschluss die Bücher öffnen. Brisant ist dabei vor allem der rechtliche Kontext: Im Februar haben mehrere US-Kanzleien Sammelklagen eingereicht. Der zentrale Vorwurf lautet, das Unternehmen habe die Wahrscheinlichkeit einer Kreditzusage des US-Energieministeriums (DOE) über 1,66 Milliarden Dollar zu optimistisch dargestellt.

Diese Aktivitäten im Rahmen des Kreditprogramms wurden im November 2025 offiziell ausgesetzt, um Kapital in Richtung von Rechenzentrums-Kooperationen umzuschichten. Die juristische Aufarbeitung dieser strategischen Kehrtwende, die auf den Abgang von CEO Andrew Marsh im Oktober folgte, sorgt nun für Unsicherheit.

Kapitalbedarf und operative Lichtblicke

Parallel zum juristischen Druck hat sich Plug Power finanziellen Spielraum gesichert. Auf einer Hauptversammlung Mitte Februar stimmten die Aktionäre einer Verdopplung der autorisierten Aktien von 1,5 auf drei Milliarden Stück zu. Dies ermöglicht dem Unternehmen zwar Flexibilität für künftige Kapitalerhöhungen, schürt am Markt jedoch Sorgen vor einer weiteren Verwässerung der Anteile. Die Aktie notiert mit aktuell 1,58 Euro rund 17 Prozent unter dem Niveau des Jahresanfangs.

Operativ sendet der Konzern indes Lebenszeichen aus Europa. In Rotterdam gelang kürzlich die erste Befüllung einer Wasserstoff-Pipeline für das Hynetwork-Projekt. Die erfolgreiche Lieferung von 32 Tonnen grünem Wasserstoff demonstriert, dass das operative Tagesgeschäft trotz der internen Restrukturierungen fortschreitet.

Die kommenden Wochen bleiben für die weitere Entwicklung maßgeblich. Während Anleger am 2. März auf finanzielle Klarheit hoffen, läuft im Hintergrund eine wichtige juristische Frist: Bis zum 3. April können sich Investoren melden, um die Führung in den anstehenden Sammelklagen zu übernehmen.

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