PNE Wind: Doch noch ein satter Gewinn in 2016?

Der Windpark-Konzern PNE Wind hat nach den ersten neun Monaten von 2016 ein EBIT von 7,2 Millionen Euro vorzuweisen. Laut Unternehmens-Spitze könnte das EBIT bis zum Jahresende noch auf satte 100 Millionen Euro anwachsen – der geplante Verkauf des Portfolio-Projektes würde dies möglich machen. Für die Aktie dürfte das einen Schub bedeuten. Aber wäre der Aufschwung auch nachhaltig?

© PNE Wind
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Die bisherigen Neunmonatszahlen von PNE Wind sind höchstens solide: Neben dem Umsatz von 77,1 Millionen Euro (80,5 im Vorjahreszeitraum) stand ein EBIT von 7,2 Millionen Euro (16,7 im Vorjahr) zu Buche. Wie soll das Cuxhavener Unternehmen in 2016 da noch ein EBIT von bis zu 100 Millionen Euro erreichen?

Das Management rechnet damit, das Portfolio-Projekt nach 2,5-jähriger Entwicklung noch in diesem Jahr verkaufen zu können – und das zu einem guten Preis. Das Portfolio umfasst mehrere Windparks, die sich zu großen Teilen bereits in Betrieb befinden.

Portfolio-Verkauf würde PNE Wind Auftrieb geben

Die Vorgehensweise des gesammelten Block-Verkaufs von Windparks schien riskant zu sein. Sollte der Verkauf jedoch tatsächlich noch in 2016 – und mit guten Preisen – über die Bühne gehen, hätte PNE Wind seine Kritiker Lügen gestraft. Denn der große Überschuss würde dem Unternehmen sicherlich Auftrieb geben.

Auch dem Jahr 2017 sieht man optimistisch entgegen. Nach Onshore-Windparks in 2016 könnten dann vor allem Offshore-Projekte die treibende Kraft sein. Jedoch ist das Marktumfeld vorsichtig ausgedrückt herausfordernd: In Deutschland kommen Beschränkungen für die Windkraftanlagen in Netzausbaugebieten auf die Betreiber zu. Im Ausland wie zum Beispiel in den USA warten durch einen möglichen Politikwechsel noch ganz andere Probleme.

Aktie bald im Aufwind?

Sollte das Portfolio-Projekt in 2016 verkauft werden und das Jahres-EBIT tatsächlich an der 100 Millionen Euro-Marke kratzen, dürfte auch die nicht zu hoch bewertete PNE Wind-Aktie profitieren. Hier können Anleger auf kurzfristige Schübe hoffen. Die mittleren und langfristigen Aussichten bleiben jedoch unsicher. Denn das Marktumfeld ist kompliziert und politische Entscheidungen beeinflussen es nach wie vor.

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