PNE Wind – Kann das Vertrauen wiederhergestellt werden?

Beim Windpark-Projektierer PNE Wind AG sind alle Augen auf die nächste Hauptversammlung gerichtet. Oder besser gesagt, die Fortsetzung der Hauptversammlung, die im Juni vertagt wurde, bevor der Streit zu eskalieren drohte.

 

© PNE Wind
© PNE Wind

Wird es beim zweiten Anlauf zu einer Übereinkunft kommen? Und kommt die Aktie dann auch endlich in ein ruhigeres Fahrwasser?

Der Windpark-Projektierer hat die Ergebnisse der chaotischen Versammlung vom Juni veröffentlicht. Auf die Frage hin, ob die Beteiligungsgesellschaft WKN AG des Aufsichtsratsmitglieds Volker Friedrichsen zum Zeitpunkt des Kaufs von PNE Wind überbewertet war, kam eine eindeutige Antwort. 56% der Aktionäre stimmten für eine Abberufung von Friedrichsen.

 

Kein Vertrauen mehr zum Aufsichtsrat

Die anderen Aufsichtsratsmitglieder kommen allerdings genauso schlecht weg. Die Mehrheit der Aktionäre stimmte auch für die Abberufung von Dieter K. Kuprian, Dr. Peter Fischer und Prof. Dr. Reza Abhari.

Als Reaktion darauf arbeitet die PNE Wind aktuell daran, einen unabhängigen Aufsichtsrat zu nominieren. Einen Aufsichtsrat, der angemessen die Arbeit des Vorstands überwacht und das Vertrauen der Aktionäre genießt.

 

Vergütungen bei PNE Wind sollen gekürzt werden

Ein weiterer Streitpunkt auf der vergangenen Hauptversammlung war die Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand. 63% stimmten dafür, dass die Vergütungen gekürzt werden sollen. Nun will die Verwaltung vorschlagen, anstelle der bisherigen fixen und variablen Vergütung des Aufsichtsrats, eine ausschließlich fixe zu zahlen. Dermaßen unverhältnismäßige Vergütung wie in der Vergangenheit soll es zukünftig nicht mehr geben.

 

Intensive Vorbereitung der nächsten Hauptversammlung

PNE Wind arbeitet vehement an Lösungen für die neue Hauptversammlung. Für Tagesordnungspunkte, zu denen nur knappe Mehrheiten entstanden, will die Verwaltung Vorschläge liefern, um einen deutlicheren Zuspruch der Aktionäre zu bekommen.

Die Ergebnisse sind zwar ungültig, als Orientierungshilfe dienen sie allemal. Sobald eine neue Tagesordnung abgestimmt ist und entsprechende Beschlussvorschläge vorliegen, will der Vorstand der PNE Wind eine neue Hauptversammlung einberufen.

 

PNE-Aktie - Es bleibt volatil

Durch die chaotische Hauptversammlung musste die Aktie herbe Rückschläge verkraften. Der Kurs fiel stellenweise auf rund 2 Euro. Nicht einmal die wichtige Unterstützung bei rund 2,14 Euro konnte dem standhalten. Inzwischen konnte sich die Notierung davon erholen und stieg bis auf rund 2,25 Euro an. Doch aufgrund der angespannten Lage bleibt der Wert weiterhin höchst volatil.

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Der nächste Widerstandsbereich lauert bei rund 2,30 Euro. Unterstützt wird der Wert als Nächstes bei rund 2,19 Euro. Wohin es für die Aktie geht, entscheiden die Ergebnisse der nächsten Hauptversammlung.

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