POET: Quartalszahlen Mittwoch nach Marvell-Kündigung

POET Technologies steht vor der Massenproduktion für KI-Rechenzentren, muss aber stornierte Aufträge und rechtliche Prüfungen erklären.

Die Kernpunkte:
  • Wechsel zur Massenproduktion für KI-Rechenzentren
  • Stornierte Aufträge von Marvell-Tochter
  • Juristische Prüfungen durch Forschungsbericht
  • 150 Millionen Dollar für Werksausbau in Malaysia

POET Technologies steht an einem Wendepunkt. Das Unternehmen wechselt von der reinen Entwicklung in die Massenproduktion für KI-Rechenzentren. Pünktlich zu den Quartalszahlen am Mittwochabend trüben jedoch stornierte Aufträge und juristische Prüfungen das Bild.

Der Sprung beim Umsatz

Analysten erwarten für das erste Quartal einen Verlust von 0,04 US-Dollar je Aktie. Im Vorquartal verfehlte POET die Schätzungen mit einem Minus von 0,32 US-Dollar deutlich.

Aktuell steht auf Zwölf-Monats-Sicht ein Fehlbetrag von 0,56 US-Dollar in den Büchern. Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun aber von den reinen Verlustzahlen hin zur Umsatzentwicklung.

Bisher meldete der Konzern lediglich geringe Gebühren aus Entwicklungsleistungen. Zuletzt lagen diese bei rund 166.000 US-Dollar. Investoren suchen jetzt nach echten Produktumsätzen. Ein Produktionsauftrag über fünf Millionen US-Dollar weckt entsprechende Hoffnungen.

Volle Kassen für die Expansion

Finanziell ist das Unternehmen gut gerüstet. Im Januar sammelte POET über eine Aktienplatzierung rund 150 Millionen US-Dollar ein. Zuvor sicherte sich das Management bereits Ende des Vorjahres ein massives Finanzierungspaket.

Das frische Kapital fließt direkt in den Ausbau der Fertigung. Ein zentraler Baustein ist das neue Werk in Malaysia. Hier soll die Massenproduktion von Lichtquellen im zweiten Quartal anlaufen. Die Fertigung von leistungsstarken 800G-Optikmodulen folgt voraussichtlich im Spätsommer.

Das Ziel: POET will im laufenden Jahr mehr als 30.000 optische Engines ausliefern. Den Aufbau dieser Kapazitäten leitet der neue operative Chef Sandeep Kumar. Er trat seinen Posten erst am 11. Mai an.

Stornierungen und Steuerfragen

Neben den operativen Fortschritten muss das Management aktuelle Rückschläge erklären. Ende April stornierte eine Tochtergesellschaft von Marvell Semiconductor ihre Bestellungen. Als Grund nannte der Kunde Bedenken hinsichtlich der Vertraulichkeit bei öffentlichen Äußerungen von POET.

Hinzu kommt ein kritischer Forschungsbericht aus dem April. Dieser stellte den Status des Unternehmens als passive ausländische Investmentgesellschaft infrage. POET wies die Vorwürfe zurück und klärte seine Position.

Die Unsicherheit bleibt. Der Bericht löste Untersuchungen von Anlegeranwälten aus und sorgte für starke Kursschwankungen. Am Mittwochabend rücken nun die harten Fakten in den Fokus. Startet das Werk in Malaysia pünktlich mit der Massenfertigung, rückt der Streit um Steuerfragen schnell in den Hintergrund.

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