POET Technologies Aktie: 1 Million Einheiten monatlich bis 2027
POET Technologies steigert Umsatz im Q2 2026 um 112 Prozent und erhält Folgeauftrag über 2,4 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust sinkt leicht.

- Umsatzplus von 112 Prozent
- Nettoverlust leicht reduziert
- Neuer Auftrag über 2,4 Millionen
- Kapazitätsausbau bis 2027 geplant
POET Technologies hat am Donnerstag seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei das sechste Quartal in Folge mit einem sequenziellen Umsatzwachstum abgeschlossen. Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatzsprung von 112 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 569.925 US-Dollar. Gleichzeitig konnte der Nettoverlust leicht reduziert werden.
Kontinuierliches Wachstum und operative Fortschritte
Die Erlöse stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2026 um 13 Prozent. Der Nettoverlust belief sich im zweiten Quartal auf 11.3 Millionen US-Dollar bzw. 0,07 US-Dollar je Aktie, nachdem im vorangegangenen Quartal noch ein Minus von 12,3 Millionen US-Dollar verzeichnet worden war.
Ein wesentlicher Teil der Ausgaben floss in die Forschung und Entwicklung, für die das Unternehmen 5,8 Millionen US-Dollar aufwendete. Laut Unternehmensangaben spiegelt dieser Anstieg gegenüber den 3,1 Millionen US-Dollar des Vorjahresquartals den Übergang von der reinen Technologieentwicklung hin zur konkreten Produktentwicklung wider.
Die finanzielle Ausstattung des Unternehmens bleibt solide. Zum Quartalsende verfügte POET Technologies über liquide Mittel und kurzfristige Investitionen in Höhe von 796,3 Millionen US-Dollar. Gestern reagierte der Markt positiv auf die jüngsten Entwicklungen: Das Papier schloss bei 8,23 Euro, was einem Tagesgewinn von 6,6 Prozent entspricht. Damit liegt der Kurs aktuell 1,9 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 8,08 Euro.
Auftragsplus und Ausbau der Produktionskapazitäten
Zusätzlich zu den Quartalszahlen meldete das Unternehmen neue Geschäftserfolge. Nach Quartalsende ging eine Bestellung eines Bestandskunden über 2,4 Millionen US-Dollar ein. Zudem wurde eine Vereinbarung mit einem Tier-1-Laserunternehmen getroffen, um gemeinsam ein Modul für externe Lichtquellen zu entwickeln.
Diese Fortschritte ergänzen den bereits im Mai geschlossenen Rahmenvertrag mit Lumilens, der eine initiale Bestellung über 50 Millionen US-Dollar umfasst und über fünf Jahre ein Gesamtvolumen von mehr als 500 Millionen US-Dollar erreichen könnte.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant POET die Auslieferung einer signifikanten Anzahl von Produktionseinheiten für Qualifizierungsprozesse. Das Ziel ist ein massiver Ausbau der Kapazitäten für optische Engines: Bis Ende 2027 soll eine monatliche Produktionskapazität von bis zu einer Million Einheiten erreicht werden. Seit Jahresbeginn spiegelt sich dieser Optimismus in einer positiven Kursentwicklung von 43 Prozent wider.
Strategische Neuausrichtung im Verwaltungsrat
Bereits am 1. August gab es signifikante Änderungen in der Führungsebene. Dr. Bardia Pezeshki und Jean F. Rankin wurden in den Verwaltungsrat berufen. Pezeshki bringt weitreichende Erfahrung aus der Halbleiterindustrie ein, unter anderem als Gründer und ehemaliger CEO von Unternehmen wie Avicena Tech und Kaiam. Rankin verfügt über Expertise in der Governance börsennotierter Unternehmen, die sie bei Firmen wie InterDigital und LSI sammelte.
Im Zuge dieser Neubesetzungen schied das langjährige Mitglied Jean-Louis Malinge aus persönlichen Gründen aus dem Gremium aus. Am Dienstag genehmigte der Verwaltungsrat zudem die Zuteilung von über 2,4 Millionen Restricted Stock Units (RSUs) an Führungskräfte, um die langfristige Bindung des Managements an die Unternehmensziele zu sichern. Für September hat POET Technologies bereits weitere Aktualisierungen angekündigt.
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