POET Technologies Aktie: 375 Millionen Finanzierung trotz Marvell-Ausfall
POET Technologies verliert Marvell-Aufträge, hält aber an Produktionszielen fest. Hohe Liquidität und anstehende Quartalszahlen prägen die Lage.

- Marvell storniert alle Celestial-AI-Aufträge
- Produktionsziel von 30.000 Einheiten bleibt bestehen
- Kapitalbasis von über 375 Millionen Dollar
- Q1-Ergebnisse werden im Mai erwartet
Marvell Semiconductor hat sämtliche Kaufaufträge im Zusammenhang mit Celestial AI storniert — und als Begründung einen angeblichen Vertraulichkeitsbruch durch POET Technologies angeführt. Die Kündigung, schriftlich am 23. April 2026 übermittelt, trifft ein Unternehmen, das sich gerade im Übergang zur Serienproduktion befindet. Wie viel Schaden der Wegfall wirklich anrichtet, hängt davon ab, wie belastbar die verbleibende Auftragsbasis ist.
Produktionsziele trotz Auftragsausfall
POET Technologies hält bislang an seinen Zielen fest. Ein laufender Produktionsauftrag für die Infinity Optical Engines hat ein Volumen von rund 5 Millionen Dollar. Das Lieferziel für das Gesamtjahr 2026 liegt bei mehr als 30.000 Einheiten — ein ambitionierter Plan, der nun ohne den Marvell-Umsatz erreicht werden soll.
Die Kapitalbasis gibt dem Unternehmen zumindest finanziellen Spielraum. CEO Dr. Suresh Venkatesan zufolge flossen im vierten Quartal 2025 über 225 Millionen Dollar an Finanzierungsmitteln zu. Im Januar 2026 kamen weitere 150 Millionen Dollar hinzu. Damit verfügt POET Technologies über eine substanzielle Liquiditätsreserve für den Hochlauf der Produktion.
Quartalszahlen im Blickpunkt
Die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 werden im Laufe des Mai erwartet. Analysten rechnen mit einem Verlust von 0,04 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 250.000 Dollar — deutlich weniger Verlust als im dritten Quartal 2025, als das Minus bei 0,11 Dollar je Aktie lag. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren einige Analysten erstmals eine schwarze Null mit einem EPS von 0,02 Dollar.
Die Marktkapitalisierung lag am 11. Mai 2026 bei rund 1,67 Milliarden Dollar. Das klingt stattlich für ein Unternehmen mit Quartalsumsätzen im sechsstelligen Bereich — und erklärt, warum Analysten die Bewertung skeptisch beäugen. Das negative Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund -19,60 spiegelt wider, dass der Markt hier auf künftiges Wachstum wettet, nicht auf aktuelle Gewinne.
Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob POET Technologies den Marvell-Ausfall in seiner Kommunikation einpreist — und ob das Lieferziel von 30.000 Engines noch als realistisch gilt.
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