POET Technologies Aktie: Jane Street mit 6,8 Prozent
Trotz eines massiven Kursrutsches von 36 Prozent steigen Citadel und Jane Street bei POET Technologies ein. Analysten bleiben skeptisch.

- Citadel und Jane Street investieren
- Aktie verliert 36 Prozent in 30 Tagen
- Analysten raten weiterhin zum Verkauf
- Produktionshochlauf für 2026 bestätigt
POET Technologies verliert an der Börse massiv an Wert. Fast 36 Prozent hat die Aktie des Photonik-Spezialisten in den vergangenen 30 Tagen eingebüßt. Ausgerechnet jetzt steigen zwei der bekanntesten Handelshäuser der Wall Street ein.
Citadel meldete zum 8. Juli eine passive Beteiligung von 5,1 bis 5,9 Prozent an POET Technologies. Kurz darauf zog Jane Street nach und legte eine Position von 6,8 Prozent offen. Beide Meldungen fallen in eine Phase, in der Privatanleger dem Titel den Rücken kehren.
Zwei Lager, eine Aktie
Die institutionellen Zukäufe stehen im deutlichen Kontrast zur Stimmung unter Analysten. Eine Einschätzung von Seeking Alpha bekräftigte kürzlich ein „Strong Sell“-Votum für die Aktie. Begründung: Der Titel notiert rund 60 Prozent unter seinem Hoch, obwohl POET zuletzt rund 830 Millionen Dollar frisches Kapital eingesammelt und den Produktionshochlauf für die zweite Jahreshälfte 2026 bestätigt hat.
Genau hier liegt der Widerspruch, der die Aktie gerade prägt. Während Analysten auf die Kursverluste und offene Risiken blicken, wetten Citadel und Jane Street offenbar auf die operative Story dahinter.
Der aktuelle Kurs von 6,71 Euro liegt knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 6,87 Euro. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 10,32 Euro klafft dagegen eine Lücke von 35 Prozent. Diese Diskrepanz zeigt, wie schnell sich die Stimmung seit dem Hoch von 18,84 Euro Mitte Mai gedreht hat.
Klage belastet zusätzlich
Die Käufe der Großanleger erfolgen trotz eines ungelösten Rechtsstreits. Eine Sammelklage wirft POET vor, seinen US-Steuerstatus falsch dargestellt zu haben. Konkret geht es um die Einstufung als sogenannte Passive Foreign Investment Company im Klagezeitraum vom 1. bis 27. April 2026. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, negative steuerliche Folgen für Aktionäre verschwiegen zu haben.
Der Ursprung des Ärgers liegt einige Wochen zurück. Marvells Tochter Celestial AI stornierte damals sämtliche Bestellungen bei POET. Die Aktie brach daraufhin an einem einzigen Handelstag um 45 bis 47 Prozent ein.
Produktionshochlauf bleibt der Hebel
Trotz Klage und Kursverfall setzen institutionelle Käufer auf den operativen Fahrplan. Der Produktionshochlauf für optische Engines liegt weiter im Zeitplan für die zweite Jahreshälfte 2026. Bis Ende 2027 will POET eine Kapazität von bis zu einer Million Einheiten pro Monat erreichen.
Für die geplante Ausrüstung sind rund 50 Millionen Dollar an Investitionen für das späte Jahr 2026 vorgesehen. Das Management verweist zudem auf mehr als zehn aktive Kundengespräche, die zusammen künftige Jahresumsätze von über 100 Millionen Dollar bringen sollen. Diese Pipeline dürfte der zentrale Grund sein, warum Citadel und Jane Street trotz des tiefen Kursniveaus zugreifen.
Die Schwankungsbreite bleibt dabei enorm: Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 100 Prozent. Der RSI von knapp 37 signalisiert eine Aktie, die sich der überverkauften Zone nähert. Zwischen institutionellem Vertrauen und rechtlichem Gegenwind bleibt POET damit ein Fall für Anleger mit starken Nerven.
POET Technologies-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue POET Technologies-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:
Die neusten POET Technologies-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für POET Technologies-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
POET Technologies: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




