POET Technologies Aktie: Redomizilierung zur Abstimmung am 26. Juni
Nach Auftragsstornierung und Sammelklage plant POET Technologies die Verlegung des Firmensitzes in die USA, um Steuerprobleme zu lösen.

- Großauftrag von Marvell storniert
- Sammelklage gegen Unternehmen eingereicht
- Umzug in USA als Steuerlösung geplant
- Hohe Barreserven trotz Millionenverlust
Ein geplatzter Großauftrag, eine Sammelklage und ein massiver Kurssturz. Bei POET Technologies überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, plant der Photonik-Spezialist nun einen radikalen Schritt. Das Unternehmen will seinen Hauptsitz in die USA verlegen.
Der Auslöser der Krise
Ende April verlor die Aktie an nur einem Tag fast die Hälfte ihres Wertes. Der Auslöser war eine Mitteilung von Marvell Semiconductor. Der US-Konzern stornierte alle Bestellungen für seine Tochtergesellschaft Celestial AI. Marvell warf POET vor, vertrauliche Bestell- und Lieferdaten veröffentlicht zu haben.
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Parallel dazu geriet das Unternehmen ins Visier von Leerverkäufern. Wolfpack Research veröffentlichte Mitte April einen kritischen Bericht. Darin bezeichneten die Analysten POET als reine Aktien-Promotion mit einem massiven Steuerproblem. Kurz darauf reichte die Kanzlei Rosen Law Firm eine Sammelklage ein. Sie wirft dem Management irreführende Aussagen vor.
Flucht vor dem US-Steuerrecht
Im Zentrum der juristischen Vorwürfe steht der sogenannte PFIC-Status. Das US-Steuerrecht stuft ausländische Unternehmen unter bestimmten Bedingungen als „Passive Foreign Investment Company“ ein. Für amerikanische Aktionäre bedeutet das erhebliche steuerliche Nachteile.
Das Management geht davon aus, für das Jahr 2025 als PFIC eingestuft zu werden. Die Folge: massiver Druck der US-Investoren. Der Verwaltungsrat hat deshalb beschlossen, den Firmensitz von Kanada in die USA zu verlegen. Dieser Schritt soll das Steuerproblem für die Zukunft endgültig lösen. Die Aktionäre müssen dem Plan auf der Hauptversammlung am 26. Juni 2026 noch zustimmen.
Volle Kassen trotz Millionenverlust
Operativ steckt das Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete POET lediglich gut eine Million US-Dollar Umsatz. Dem stand ein Nettoverlust von 63 Millionen US-Dollar gegenüber.
Dennoch verfügt der Konzern über ein massives finanzielles Polster. Durch Kapitalerhöhungen sammelte POET zuletzt rund 375 Millionen US-Dollar ein. Die gesamten Barreserven belaufen sich auf etwa 430 Millionen US-Dollar. Damit finanziert das Unternehmen den Ausbau seiner Produktion in Malaysia.
Trotz des Marvell-Rückschlags hält das Management an seinen Zielen fest. Für 2026 plant POET die Auslieferung von mehr als 30.000 optischen Engines. Ein kürzlich gemeldeter Auftrag eines anderen Technologieunternehmens über fünf Millionen US-Dollar stützt diese Prognose.
Ende Juni fallen nun wichtige Entscheidungen. Am 26. Juni stimmen die Aktionäre über den Umzug in die USA ab. Nur drei Tage später, am 29. Juni, endet die Frist für die Benennung des Hauptklägers in der Sammelklage. Diese beiden Termine definieren den kurzfristigen Fahrplan für die Aktie.
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