POET Technologies: Drei Anwaltskanzleien ermitteln
Nach Stornierung aller Aufträge durch Marvell bricht die POET-Aktie um 49 Prozent ein. Drei Anwaltskanzleien leiten Untersuchungen zu möglichen Pflichtverletzungen ein.

- Marvell kündigt alle Kaufaufträge
- Aktie stürzt um 49 Prozent ab
- Drei Kanzleien starten Ermittlungen
- Neuer Auftrag über fünf Millionen Dollar
Ein Kurseinbruch von 49 Prozent an einem einzigen Handelstag. Drei Anwaltskanzleien, die Ermittlungen ankündigen. Und ein Hauptkunde, der seine Bestellungen storniert — mit dem Vorwurf, POET habe vertrauliche Informationen verletzt. Das Unternehmen steckt in einer schweren Krise.
Der Auslöser: Marvell storniert alle Aufträge
Am 27. April 2026 gab POET Technologies bekannt, dass Marvell Semiconductor alle Kaufaufträge von Celestial AI gekündigt hat. Marvell hatte Celestial AI zuvor übernommen. Die schriftliche Kündigung datiert auf den 23. April 2026.
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Der Kern des Streits: Marvell wirft POET vor, Informationen zu Kaufaufträgen und Lieferungen unter Verletzung von Vertraulichkeitspflichten offengelegt zu haben. POET hat sich dazu bislang nicht positioniert — ob das Unternehmen rechtliche Schritte einleitet, bleibt offen.
Pikant ist der Zeitpunkt. In den fünf Handelstagen vor der Bekanntgabe war die Aktie um 108 Prozent gestiegen. Nach der Meldung folgte der Absturz.
Drei Kanzleien ermitteln
Die Reaktion der Anwaltskanzleien kam prompt. Rosen Law Firm, Johnson Fistel und Block & Leviton kündigten unabhängig voneinander Untersuchungen an. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob POET Investoren mit irreführenden Geschäftsinformationen geschädigt hat.
Johnson Fistel prüft ausdrücklich, ob Verluste der Anleger nach US-Bundeswertpapierrecht ersetzt werden können. Alle drei Ermittlungen beziehen sich auf denselben Sachverhalt: die Offenlegung der Auftragsdetails und die anschließende Kündigung durch Marvell.
Schmale Einnahmen, großer Ausblick
Die Zahlen verdeutlichen, wie abhängig POET von einzelnen Kunden ist. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von gerade einmal 341.202 Dollar — bei einem Nettoverlust von 42,7 Millionen Dollar. Den Betrieb finanziert POET aus einer Kapitalerhöhung von 375 Millionen Dollar. Die Kassenbestände lagen zuletzt bei 430 Millionen Dollar.
Als Ersatz für die gestrichenen Celestial-AI-Aufträge verweist POET auf einen neuen Auftrag mit einem anderen Technologieunternehmen — Volumen: rund fünf Millionen Dollar. Wie hoch der entgangene Umsatz durch die Marvell-Kündigung ist, nennt das Unternehmen nicht.
Was jetzt noch zählt
POET hat für 2026 ambitionierte Pläne. Das Fertigungswerk in Malaysia soll im zweiten Quartal mit der Serienproduktion von Lichtquellen beginnen, im dritten Quartal folgen 800G-Optikmodule. Insgesamt plant das Unternehmen, mehr als 30.000 optische Engines auszuliefern.
Auf der Hauptversammlung am 26. Juni 2026 steht außerdem ein Antrag zur Abstimmung: POET will seinen Unternehmenssitz in die USA verlegen, um die steuerliche PFIC-Einstufung dauerhaft zu beseitigen. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 folgen im Mai — dann dürfte sich zeigen, wie viel von der Wachstumsstory noch trägt.
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