POET Technologies: Redomiciliation-Abstimmung 26. Juni
POET Technologies Aktie steigt um acht Prozent, während eine Sammelklage und ein geplanter Firmensitzwechsel die Anleger beschäftigen.

- Aktienkurs legt um acht Prozent zu
- Sammelklage wegen PFIC-Status eingereicht
- Firmensitzverlegung in die USA geplant
- Produktionsauftrag über fünf Millionen Dollar
Eine Sammelklage, ein Short-Seller-Bericht und eine anstehende Verlegung des Firmensitzes — POET Technologies hat in wenigen Wochen mehr Schlagzeilen produziert als in den meisten Quartalen zuvor. Am Donnerstag legte die Aktie um knapp acht Prozent auf 7,12 Dollar zu. Stabilisierung oder Strohfeuer?
Das Handelsvolumen gibt einen Hinweis auf das Ausmaß der vorangegangenen Verwerfungen: Während des jüngsten Ausverkaufs wechselten 71 Millionen Aktien den Besitzer — mehr als fünfmal so viel wie der Durchschnitt von 13,8 Millionen. Der RSI fiel dabei auf 30,5, ein Niveau, das technisch als überverkauft gilt. Der Rebound am Donnerstag dürfte zumindest teilweise darauf zurückzuführen sein.
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Sammelklage wegen PFIC-Vorwürfen
Der eigentliche Belastungsfaktor ist juristischer Natur. Die Kanzlei Rosen Law Firm reichte am 29. April eine Sammelklage gegen POET Technologies ein, die Investoren vertritt, die zwischen dem 1. und 27. April Aktien gekauft haben. Im Kern geht es um den Vorwurf, das Unternehmen habe Anleger über seinen Status als sogenannte Passive Foreign Investment Company (PFIC) im Unklaren gelassen — ein steuerrechtlich sensibler Status, der US-Investoren erhebliche Nachteile bringen kann.
Ausgelöst hatte die Affäre ein Short-Seller-Bericht von Wolfpack Research, der Anfang April erschien. Weitere Kanzleien, darunter Block & Leviton, untersuchen seither, ob das Management Steuerrisiken verschwiegen und Vertraulichkeitsvereinbarungen verletzt hat.
Firmensitzverlegung als Antwort
POET Technologies reagiert mit einem strukturellen Schritt. Für den 26. Juni ist eine Aktionärsabstimmung über eine geplante Verlegung des Unternehmenssitzes in die USA angesetzt. Ein erfolgreicher Umzug würde den PFIC-Status für US-Investoren beseitigen und die Gesellschaft rechtlich dort verankern, wo ihre Aktie primär gehandelt wird.
Ob das die laufenden Klagen beeinflusst, bleibt offen — die Vorwürfe beziehen sich auf vergangene Kommunikation, nicht auf die künftige Konzernstruktur.
Operative Ziele bleiben bestehen
Abseits der juristischen Front hält das Unternehmen an seinen Produktionszielen fest. POET hat einen Fertigungsauftrag für optische Engines im Wert von über fünf Millionen Dollar gesichert und will 2026 mehr als 30.000 Einheiten ausliefern. Mit einer Kassenreserve von 430 Millionen Dollar verfügt das Unternehmen über ausreichend Liquidität, um den Hochlauf zu finanzieren — trotz eines Nettoverlusts von 42,7 Millionen Dollar im vierten Quartal 2025.
Analysten von 24/7 Wall St. halten ihr Kursziel von 10,51 Dollar aufrecht. Technisch liegt der nächste Widerstand bei 7,50 Dollar, die unmittelbare Unterstützung bei 6,50 Dollar. Entscheidend für den weiteren Verlauf wird sein, wie das Unternehmen die Aktionärsabstimmung Ende Juni kommuniziert — und ob bis dahin neue Klageschriften folgen.
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