POET: Umsatz verdoppelt auf 503.000 Dollar

Trotz Umsatzverdopplung und Milliarden-Partnerschaften belastet eine 400-Millionen-Dollar-Kapitalerhöhung den Aktienkurs von POET Technologies.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsumsatz auf 503.000 Dollar gestiegen
  • Nettoverlust von 12,3 Millionen Dollar
  • 400 Millionen Dollar durch Direktplatzierung
  • Partnerschaften mit Lumilens und Lessengers

400 Millionen Dollar frisches Kapital, ein verdoppelter Quartalsumsatz — und trotzdem fällt die Aktie. Bei POET Technologies prallen gerade starke operative Fortschritte auf massive Verwässerungssorgen.

Umsatz verdoppelt, Verlust ausgeweitet

Im ersten Quartal 2026 erzielte POET Technologies Erlöse von rund 503.000 Dollar — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum und deutlich über der Analystenerwartung von etwa 250.000 Dollar. Der Umsatz stammt aus Engineering-Dienstleistungen und Produktverkäufen rund um die firmeneigene Photonic-Integrated-Circuit-Technologie.

Beim Ergebnis sieht es weniger erfreulich aus. Der Nettoverlust belief sich auf 12,3 Millionen Dollar, was einem Verlust von 0,08 Dollar je Aktie entspricht. Analysten hatten lediglich 0,04 bis 0,05 Dollar Verlust je Aktie erwartet. Wesentliche Kostentreiber waren 4,5 Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung sowie 3,4 Millionen Dollar an aktienbasierter Vergütung.

400-Millionen-Kapitalerhöhung drückt den Kurs

Das dominierende Ereignis der Woche war der Abschluss einer registrierten Direktplatzierung im Volumen von 400 Millionen Dollar. POET gab knapp 19,1 Millionen neue Aktien sowie eine gleiche Anzahl Warrants an einen einzigen institutionellen Investor aus — zum Paketpreis von 21,00 Dollar je Einheit. Die Warrants sind für drei Jahre zu einem Ausübungspreis von 26,15 Dollar ausübbar.

Der Nettoerlös von rund 399,7 Millionen Dollar soll den Aufbau einer rund zehnfach größeren Fertigungskapazität finanzieren — sowohl in der Waferproduktion als auch in der Montage optischer Engines. Ziel ist der Übergang zur Massenproduktion für KI-Cluster und Hyperscale-Rechenzentren bis 2027.

Zwei Partnerschaften mit Milliardenpotenzial

Parallel läuft die Zusammenarbeit mit Lumilens: Eine initiale Bestellung über 50 Millionen Dollar für Electrical-Optical-Interposer-basierte Engines bildet den Auftakt eines Rahmenvertrags, der über fünf Jahre auf mehr als 500 Millionen Dollar anwachsen könnte. Erste Engineering-Muster werden für Ende 2026 erwartet.

Mit Lessengers entwickelt POET hochgeschwindige 1,6-Terabit-Transceiver-Module. Produktionsmuster sollen noch im zweiten Quartal 2026 ausgeliefert werden — ein wichtiger Termin, denn der Markt für diese Module wird zwischen 2027 und 2031 auf über 125 Millionen Einheiten geschätzt.

Führungswechsel und technisches Bild

Im Management gab es Bewegung: Sandeep Kumar übernahm am 11. Mai offiziell den Posten des Chief Operating Officer. CFO Thomas Mika kündigte seinen Ruhestand an, die Suche nach einem Nachfolger läuft.

Die Aktie schloss am Freitag bei 14,59 Dollar — deutlich unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 20,81 Dollar. Der Ausgabepreis der Kapitalerhöhung bei 21,00 Dollar markiert nun eine starke Widerstandszone. Die Unterstützung liegt im Bereich zwischen 14 und 15 Dollar. Als nächste Kurstreiber gelten die angekündigten Produktionsmuster im zweiten Quartal sowie der geplante Umzug des Firmensitzes in die USA.

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