Pony AI Aktie: Kommerzieller Start in Zagreb mit Verne
Pony AI steigert Umsatz um 145 Prozent dank Robotaxi-Boom, erhöht Jahresziele und plant Flottenausbau auf 3.500 Fahrzeuge.

- Umsatzplus von 145 Prozent im ersten Quartal
- Robotaxi-Erlöse steigen um 395 Prozent
- Jahresprognose für Robotaxi-Umsatz angehoben
- Flottenziel auf über 3.500 Fahrzeuge erhöht
Pony AI hat beeindruckende Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Der chinesische Pionier für autonomes Fahren steigert den Umsatz rasant und hebt die eigenen Ziele für das Gesamtjahr an. Gleichzeitig bleibt der Nettoverlust hoch – ein Balanceakt zwischen Wachstum und Profitabilität.
An der Börse kommt die Nachricht verhalten an. Die Aktie notiert bei 8,30 Euro, rund 2,5 Prozent im Plus. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 20,60 Euro fehlen aber knapp 60 Prozent. Das Papier bewegt sich in der Nähe seines Jahrestiefs, der RSI liegt mit 29,4 Punkten im überverkauften Bereich.
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Q1 2026: Umsatzexplosion dank Robotaxi
Im ersten Quartal erzielte Pony AI einen Umsatz von 34,3 Millionen US-Dollar – ein Plus von 145 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber war das Robotaxi-Segment: Die Erlöse schnellten um 395 Prozent auf 8,6 Millionen Dollar nach oben. Noch stärker legten die bezahlten Fahrten zu: ein Plus von 456,5 Prozent.
Daneben trug der Bereich „Intelligent Solutions“ mit 15,5 Millionen Dollar bei, ein Zuwachs von 246,5 Prozent. Das Lkw-Geschäft steuerte 10,2 Millionen Dollar bei, ein Anstieg um 31 Prozent. Allerdings stieg der Nettoverlust auf 53,5 Millionen Dollar, nach 37,4 Millionen im Vorjahr. Die Betriebskosten lagen bei 63,9 Millionen Dollar.
Aggressive Expansion: Ziele nach oben geschraubt
Das Management reagierte prompt und hob die Prognose für 2026 an. Statt des dreifachen Robotaxi-Umsatzes im Vergleich zu 2025 peilt das Unternehmen nun mehr als das 3,5-Fache an. Auch die Flottenziele wurden erhöht: Bis Jahresende sollen über 3.500 Fahrzeuge im Einsatz sein, zuvor waren 3.000 geplant. Ende des ersten Quartals waren es rund 1.700 Einheiten.
Die Fahrzeuge sollen in mehr als 20 Städten weltweit operieren. Pony AI ist bereits in neun Ländern aktiv, kommerzielle Dienste laufen in vier Auslandsmärkten. Ein Meilenstein: der erste kommerzielle Robotaxi-Service in Europa, gestartet in Zagreb (Kroatien) in Kooperation mit Uber und Verne.
Technik und Finanzen: Kosten senken, Cash nutzen
Das Unternehmen arbeitet an der nächsten Fahrzeuggeneration. Die Materialkosten der siebten Robotaxi-Plattform sollen bis Mitte 2027 auf unter 230.000 Yuan (umgerechnet rund 29.000 Euro) sinken. Das wäre ein entscheidender Schritt zur Skalierung.
Aktuelle Diskussionen über die Sicherheit autonomer Systeme hätten die eigenen Lizenzen und den Betrieb bislang nicht beeinträchtigt, so das Unternehmen. Mit liquiden Mitteln von rund 1,4 Milliarden Dollar ist Pony AI gut ausgestattet, um die Expansion zu finanzieren. Die entscheidende Frage bleibt jedoch, wann aus dem rasanten Wachstum auch nachhaltige Gewinne werden.
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