Pony AI Aktie: Neues 52-Wochen-Tief
Trotz massiver Umsatzsteigerungen im Robotaxi-Geschäft fällt die Pony AI Aktie auf den tiefsten Stand seit Oktober 2024.

- Robotaxi-Erlöse steigen um 395 Prozent
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Kursverlust von 71 Prozent seit Oktober
- Kostendeckender Betrieb in Guangzhou
Die Schere zwischen Geschäftsentwicklung und Aktienkurs könnte bei Pony AI kaum weiter auseinanderklaffen. Der Spezialist für autonomes Fahren meldet explosive Zuwächse im Robotaxi-Geschäft — und fällt an der Börse trotzdem auf ein neues 52-Wochen-Tief.
Am Freitag notierte die Aktie bei 6,00 Euro, ein Minus von 1,15 Prozent. Im Tagesverlauf rutschte sie bis auf 5,80 Euro. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2024. Seit dem Hoch bei 20,60 Euro im vergangenen Oktober hat der Titel rund 71 Prozent verloren.
Wachstum auf der Überholspur
Die fundamentalen Daten erzählen eine andere Geschichte. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Robotaxi-Erlöse im Jahresvergleich um 395 Prozent. Noch stärker wuchsen die beförderungsbasierten Einnahmen mit plus 456 Prozent. Das ist kein Startup mehr — das ist eine Firma im Beschleunigungsmodus.
Management reagierte mit hochgesteckten Zielen. Statt 3.000 will Pony AI nun über 3.500 Robotaxis bis Jahresende einsetzen. Möglich macht das die siebte Fahrzeuggeneration, deren Hardware 70 Prozent günstiger ist. In Städten wie Guangzhou fährt das Unternehmen damit kostendeckend.
Der Rückschlag an den Märkten
Parallel zur Expansion hat sich das Börsenumfeld für Tech-Werte eingetrübt. Anleger meiden kapitalintensive Geschäftsmodelle. Sie wollen Gewinne sehen — nicht erst in ferner Zukunft.
Die Volatilität von 66 Prozent zeigt die Verunsicherung. Der RSI liegt bei 30,6, dicht an der überverkauften Zone. Und der Kurs hat sich 49 Prozent unter die 200-Tage-Linie abgesetzt.
Pony AI setzt auf eine Zwei-Markt-Strategie: China und internationale Regionen. Luxemburg und Singapur sind jüngste Stationen. Die entscheidende Frage bleibt, ob sich die lokale Profitabilität aus chinesischen Städten auch auf andere Märkte übertragen lässt. Solange das offen ist, dürfte der Abwärtsdruck anhalten.
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