Pony AI Aktie: Senatsausschuss stimmt bald ab

Ein US-Senatsausschuss stimmt über Gesetze ab, die Pony AIs Zugang zum nordamerikanischen Markt für autonome Fahrzeuge blockieren könnten.

Die Kernpunkte:
  • US-Verbotsgesetz bedroht Marktzugang
  • NHTSA prüft Abschaffung der Lenkradpflicht
  • Aktie fällt auf Jahrestief von 5,80 Euro
  • Pony AI startet Pilotprojekt in Luxemburg

Pony AI steuert auf eine Schicksalswoche in Washington zu. Ein US-Senatsausschuss stimmt in Kürze über Gesetze ab, die chinesische Fahrzeugtechnologie massiv einschränken könnten. Für den Spezialisten für autonomes Fahren steht die Expansion in Nordamerika auf dem Spiel.

Das Gesetz zielt auf vernetzte Fahrzeuge mit Verbindungen nach China ab. Die US-Regierung sieht darin ein Risiko für die nationale Sicherheit. Ein US-weites Verbot würde Pony AI den Zugang zum Markt für Leichtfahrzeuge versperren. Das Unternehmen betreibt parallel dazu Forschungseinrichtungen auf beiden Seiten des Pazifiks.

Lenkräder gegen Sicherheitsbedenken

Währenddessen signalisieren US-Sicherheitsbehörden technologische Offenheit. Die Verkehrsbehörde NHTSA prüft, die Pflicht für Lenkräder in fahrerlosen Autos abzuschaffen. Davon würden die zweckgebundenen Robotaxis der neuesten Generation von Pony AI profitieren.

Die Behörde warnt jedoch vor neuen Risiken. Autonome Fahrzeuge behinderten zuletzt häufiger Rettungskräfte im Einsatz. Die Branche steht unter Druck, die Interaktion mit der Polizei und Notdiensten deutlich zu verbessern.

Aktie nahe am Jahrestief

Die Börse reagiert nervös auf die politische Unsicherheit. Am Freitag sank die Aktie um 1,69 Prozent auf 5,80 Euro. Damit notiert das Papier nur noch einen Hauch über dem Jahrestief von 5,78 Euro.

Seit Jahresbeginn verlor der Titel bereits über 57 Prozent an Wert. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 11,21 Euro verdeutlicht den massiven Abwärtstrend. Die Folge: extreme Volatilität von jährlich über 60 Prozent.

Als Gegengewicht zum US-Druck forciert Pony AI internationale Projekte. In Luxemburg startete kürzlich ein Pilot mit Stellantis und Bolt. Solche Partnerschaften außerhalb Nordamerikas gewinnen für die Bewertung an Bedeutung.

Technisch wirkt die Aktie überverkauft. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 35,1 und nähert sich damit der kritischen Marke von 30. Stabilisiert sich die Nachrichtenlage aus Washington, könnten erste Käufer zugreifen. Die Abstimmung im Senatsausschuss gibt den Takt für die neue Handelswoche vor.

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