Porsche AG Aktie: Anforderungen steigen!

Porsche verzeichnet einen historischen Gewinneinbruch durch Milliardenabschreibungen für die abgebrochene E-Plattform und einen Absatzrückgang in China. Die Dividende wurde stark gekürzt.

Die Kernpunkte:
  • Operative Automobilmarge stürzt auf nur 0,3 Prozent
  • Milliardenabschreibungen für gestoppte Elektrostrategie
  • Absatz in China bricht um 26 Prozent ein
  • Dividende wird um 56 Prozent gekürzt

Die Porsche AG hat gestern auf ihrer Jahrespressekonferenz Zahlen präsentiert, die das Ende einer Ära markieren. Das einst profitabelste Automobilunternehmen der Welt nach Marge hat seine operative Automobilmarge innerhalb eines einzigen Jahres von 14,5 Prozent auf 0,3 Prozent kollabieren sehen. Dahinter steckt eine Kombination aus strategischen Fehlwetten, einem einbrechenden China-Geschäft und einem schmerzhaften Kurswechsel zurück zum Verbrenner.

Milliarden-Abschreibungen belasten die Bilanz

Der operative Konzerngewinn fiel 2025 um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro – in der Automobilsparte blieben von ehemals 5,3 Milliarden Euro gerade noch 90 Millionen übrig. Ausgelöst wurde dieser Einbruch durch außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro.

Die Belastungen setzen sich im Wesentlichen aus drei Positionen zusammen:

  • Strategieschwenk (Aufgabe der geplanten Elektro-Plattform): ~2,4 Mrd. Euro
  • Batteriebedingte Abschreibungen: ~700 Mio. Euro
  • US-Zölle: ~700 Mio. Euro

Porsche hatte über Jahre eine vollständig elektrische Fahrzeugplattform für das kommende Jahrzehnt entwickelt. Diesen Plan hat das Unternehmen nun aufgegeben und setzt künftig wieder auf Verbrenner und Plug-in-Hybride – ein strategischer Rückzug mit einem Preisschild von mehreren Milliarden Euro.

China-Krise und der Weg zurück

Verschärft wurde die Lage durch den Absatzrückgang. Global lieferte Porsche 2025 rund 279.000 Fahrzeuge aus – etwa zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders schmerzhaft: In China, dem ehemals wichtigsten Wachstumsmarkt, brachen die Verkäufe um 26 Prozent ein. Heimische Hersteller haben europäische Premiummarken dort inzwischen bei Technologie und Preis unter Druck gesetzt. Das Management reagiert mit einer Verkleinerung des chinesischen Händlernetzes auf rund 80 Standorte bis Ende 2026.

Auch das Flaggschiff-Elektromodell Taycan lief schwach: Die Auslieferungen sanken um 22 Prozent. Als direkte Konsequenz aus dem Gewinneinbruch wurde die Dividende um 56 Prozent auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie gekürzt.

Neues Management, verhaltener Ausblick

Seit Januar 2026 führt Dr. Michael Leiters – zuvor CEO bei McLaren Automotive und davor CTO bei Ferrari – das Unternehmen. Auf der Jahrespressekonferenz stellte er für 2026 eine operative Umsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent in Aussicht. Das wäre eine deutliche Erholung gegenüber den 1,1 Prozent des Jahres 2025, liegt aber leicht unter den Analystenerwartungen von 7,8 Prozent.

Goldman Sachs rechnet ohnehin mit anhaltend schwierigen Jahren 2026 und 2027 und erwartet eine spürbare Entlastung erst mit einer neuen Modelloffensive im Jahr 2028. Etwas optimistischer ist Kepler Cheuvreux, das auf eine mögliche positive Cash-Conversion im laufenden Jahr hinweist und Porsche möglicherweise am Tiefpunkt des Gewinnzyklus sieht.

Die Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Tief von 37,13 Euro – seit Jahresbeginn hat das Papier rund 22 Prozent verloren. Ob Leiters die operative Wende glaubwürdig einleiten kann, dürfte die entscheidende Frage für die Aktie in den kommenden Quartalen sein. Einen ersten Gradmesser liefern die Ergebnisse für das erste Quartal 2026.

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