Porsche AG Aktie: Drohender Verlust?

Porsche verzeichnet den schwächsten Absatz seit der Finanzkrise, angetrieben durch Einbrüche in China. Der neue CEO Michael Leiters leitet einen strikten Kultur- und Kostendisziplin-Wandel ein.

Die Kernpunkte:
  • Weltweite Auslieferungen um 10 Prozent gesunken
  • China-Geschäft als Hauptgrund für Absatzrückgang
  • Neuer CEO ordnet strikte Präsenz- und Kostendisziplin an
  • Goldman Sachs senkt Kursziel auf 40 Euro

Ist die Wachstumsstory des Sportwagenbauers vorerst beendet? Porsche meldet die schwächsten Absatzzahlen seit der globalen Finanzkrise und versetzt Anleger in Alarmbereitschaft. Der neue CEO Michael Leiters reagiert sofort und verordnet dem Management einen strikten Kulturwandel, um den Konzern in einem schwierigen Umfeld wieder auf Kurs zu bringen.

Der Blick in die Bücher offenbart eine Zäsur: Die weltweiten Auslieferungen sanken im vergangenen Jahr um satte 10 Prozent. Verantwortlich für diesen Rückgang ist primär das wegbrechende China-Geschäft, das lange als verlässlicher Wachstumsmotor galt. Starke lokale Konkurrenz und eine spürbare Kaufzurückhaltung im Premiumsegment setzen dem Stuttgarter Autobauer dort massiv zu.

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Neuer CEO greift durch

Michael Leiters, der das Steuer am 1. Januar übernommen hat, steuert diesem Trend mit drastischen internen Maßnahmen entgegen. Der ehemalige McLaren-Manager beendet die bisherige Großzügigkeit im Stammwerk Zuffenhausen: Für das obere Management wurde die Homeoffice-Regelung weitgehend gestrichen und eine Rückkehr zur Präsenzpflicht angeordnet. Auch optisch weht ein anderer Wind, denn eine verbindliche Kleiderordnung im Business-Casual-Stil soll die neue Ernsthaftigkeit unterstreichen.

Noch entscheidender sind die Eingriffe auf der Kostenseite. Leiters fordert eine Abkehr von der bisherigen Praxis, Projekte in pauschalen Milliardenbeträgen auszuweisen. Stattdessen verlangt er detaillierte Kostentransparenz bis in kleine Einheiten. Diese strikte Gangart entspricht dem expliziten Auftrag der Eigentümerfamilie, den Sportwagenbauer grundlegend zu sanieren.

Analysten skeptisch

Der Kapitalmarkt bewertet die Lage zunehmend vorsichtig. Die US-Investmentbank Goldman Sachs senkte ihr Kursziel zuletzt auf 40 Euro und signalisiert damit kaum noch Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau. Mit einem Schlusskurs von 41,23 Euro notiert das Papier nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 39,70 Euro. Der Kursverlust von über 13 Prozent seit Jahresanfang spiegelt die Sorgen über hohe Restrukturierungskosten und sinkende Margen wider.

Für die Anleger wird es nun entscheidend sein, wie schnell die verordneten Effizienzmaßnahmen greifen. Hält die Unterstützung im Bereich der 40-Euro-Marke nicht, droht bei anhaltender Schwäche in Asien weiterer Abgabedruck.

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