Porsche AG Aktie: Flügellahm geworden?
Porsche verzeichnet massiven Gewinneinbruch durch Milliardenkosten für Neuausrichtung. Der neue CEO skizziert einen Umbau mit Stellenabbau und vorsichtigem Ausblick für 2026.

- Operatives Ergebnis auf nur 413 Millionen Euro gefallen
- Dividende halbiert sich nach massiven Sonderbelastungen
- Neue Strategie sieht Stellenabbau und Portfolio-Erweiterung vor
- Aktie notiert auf 52-Wochen-Tief vor Quartalszahlen
Einst das profitabelste Automobilunternehmen der Welt — gemessen an der operativen Marge. Heute kämpft Porsche mit einem massiven Ergebniseinbruch, einer halbierten Dividende und einem Strategiewechsel, der selbst Milliarden kostet. Das Geschäftsjahr 2025 markiert eine Zäsur, die tiefer reicht als bloße Sondereffekte.
Milliarden-Belastungen drücken das Ergebnis
Das operative Konzernergebnis für 2025 belief sich auf lediglich 413 Millionen Euro — bei einem Umsatz von 36,3 Milliarden Euro. Der Hauptgrund: außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro. Diese setzen sich zusammen aus Neuausrichtungskosten von 2,4 Milliarden Euro, Abschreibungen auf Batterieaktivitäten von 700 Millionen Euro sowie US-Zöllen in gleicher Höhe.
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Ein wesentlicher Treiber dieser Kosten ist der Kurswechsel in der Antriebsstrategie. Porsche verlängert Verbrennungsmotoren, die eigentlich auslaufen sollten, und stellt EV-Plattformen zurück, an denen jahrelang entwickelt wurde. Der Taycan, Porsches Flaggschiff-Elektromodell, verzeichnete 2025 einen Auslieferungsrückgang von 22 Prozent. China, einst als Wachstumsmarkt eingeplant, entwickelt sich zunehmend zum Problemfeld: Heimische Hersteller schlagen europäische Premiummarken bei Technologie und Preis.
Die Dividende spiegelt die Lage wider. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für 2025 lediglich 1,01 Euro je Vorzugsaktie vor — nach 2,31 Euro im Vorjahr. Auch der automotive Netto-Cashflow halbierte sich nahezu: von 3,7 Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden Euro.
Leiters skizziert den Weg nach vorn
Seit Jahresbeginn leitet Dr. Michael Leiters den Konzern. Rund 70 Tage nach Amtsantritt präsentierte er erste Eckpfeiler seiner Strategie bis 2035: Porsche erwägt eine Erweiterung des Portfolios in margenstärkere Segmente — sowohl oberhalb der aktuellen Zweisitzer-Sportwagen als auch oberhalb des Cayenne. Begleitet wird der Umbau von einem Stellenabbau von rund 3.900 Stellen sowie einer verschlankten Führungsstruktur.
Für 2026 erwartet das Unternehmen eine operative Konzernumsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent — eine Erholung gegenüber dem schwachen Vorjahr, aber noch deutlich entfernt von der operativen Marge von 14,5 Prozent aus dem Jahr 2024. Auch weitere, wenn auch geringere außerordentliche Aufwendungen sind eingeplant. Geopolitische Unsicherheiten und der anhaltende Preisdruck in China bleiben als Belastungsfaktoren bestehen.
Die Aktie notiert aktuell auf dem 52-Wochen-Tief von 36,30 Euro und liegt damit rund 17 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Am 29. April veröffentlicht Porsche die Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026 — der erste Datenpunkt, der zeigen wird, ob die Neuausrichtung unter Leiters in den Zahlen ankommt.
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