Porsche AG Aktie: Hoffnung vergebens?
Porsche verzeichnete 2025 einen operativen Gewinneinbruch von 93 Prozent. Der neue Konzernchef Michael Leiters leitet nun eine umfassende Restrukturierung ein, um das Unternehmen zu erneuern.

- Operativer Gewinn stürzte auf 413 Millionen Euro
- Neue Strategie mit Fokus auf Wert statt Volumen
- Hohe Einmaleffekte durch Restrukturierung für 2026
- Aktie erholt sich leicht von Mehrjahrestief
Der operative Gewinn brach 2025 um 93 Prozent auf 413 Millionen Euro ein — und die Porsche SE musste daraufhin ihre Beteiligung an der Porsche AG um 1,7 Milliarden Euro abwerten. Kein leichtes Erbe für den neuen CEO Dr. Michael Leiters, der das Unternehmen nun grundlegend umbaut.
Strategie auf Kosten der Marge
Das Prinzip „Value over Volume“ klingt nach Luxuspositionierung — ist aber zunächst ein schmerzhafter Schnitt. Leiters will Hierarchien abbauen, Strukturen verschlanken und Porsche „schneller und begehrlicher“ machen. Das hat seinen Preis: Für 2026 plant das Unternehmen Einmaleffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen im hohen dreistelligen Millionenbereich ein.
Besonders der China-Markt bleibt eine offene Wunde. Dort kämpft Porsche gegen einen intensiven Preiswettbewerb bei Elektrofahrzeugen und eine anhaltende Schwäche im Luxussegment. Der Umsatz sank 2025 um 9,5 Prozent auf 36,27 Milliarden Euro, die operative Marge fiel auf magere 1,1 Prozent.
Kurserholung auf wackligem Fundament
Nach einem Mehrjahrestief Mitte März hat sich die Aktie zuletzt auf 37,50 Euro stabilisiert — liegt damit aber noch rund 14 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das technische Bild bleibt angespannt: Der RSI von 34 deutet auf überverkaufte Bedingungen hin, ohne dass bereits eine klare Trendwende erkennbar wäre.
Für 2026 stellt das Management eine Erholung der Umsatzrendite auf 5,5 bis 7,5 Prozent in Aussicht — bei einem Umsatz zwischen 35 und 36 Milliarden Euro. Ob diese Prognose hält, wird sich erstmals am 29. April zeigen, wenn Porsche voraussichtlich Zahlen zum ersten Quartal vorlegt. Gelingt dort ein Nachweis, dass die Restrukturierung greift, könnte das die Basis für eine nachhaltigere Kurserholung legen.
Stand heute, 29. September: Porsche AG – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Porsche AG investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




